22:28 26 April 2018
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    US-Präsident Donald Trump (Archiv)

    Trump rudert zurück: Keine Entscheidung über Angriff auf Syrien

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    Politik
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    Wenige Stunden nach der Drohung Donald Trumps, demnächst Syrien mit Raketen anzugreifen, glättet seine Pressesprecherin die Wogen: Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte Sarah Sanders am Mittwoch.

    Außer einem Raketenschlag auf Syrien ziehe Präsident Donald Trump weitere Optionen in Erwägung, so Sanders.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gedroht, in allernächter Zeit Syrien mit „intelligenten“ Raketen anzugreifen. „Mach dich gefasst Russland“, schrieb er auf Twitter. Aus Moskau hieß es, Russland behalte sich das Recht vor, die "US-Raketen abzuschießen und Feuerquellen anzugreifen“. Experten warnten daraufhin vor der Gefahr eines direkten Konflikts der USA mit Russland.

    Formeller Anlass für den angedrohten US-Militärschlag ist die angebliche neue Giftgasattacke bei Damaskus, die die USA und ihre europäischen Alliierten der syrischen Regierung um Präsident Baschar al-Assad in die Schuhe schieben.

    Beweise gibt es bislang keine. Nach russischen Angaben hat es keinen Giftgasangriff gegeben. Die Information über die angebliche Attacke tauchte vor dem Hintergrund der Erfolge der syrischen Armee in der Rebellenenklave Ost-Ghuta bei Damaskus auf. Mit der Flucht der Militanten aus dieser Region schwindet die Hoffnung der USA, dass Präsident Assad gestürzt wird.

    Der russische Generalstab hatte bereits am 13. März gewarnt, dass Militante in Ost-Ghuta die Inszenierung eines Chemiewaffen-Einsatzes vorbereiten würden, um den USA einen formellen Anlass für den Angriff auf Assad zu liefern. Experten warnen unterdessen vor einem militärischen Konflikt zwischen den Atommächten USA und Russland.

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    Tags:
    Sarah Huckabee Sanders, Donald Trump, Syrien, USA, Russland
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