08:59 23 September 2018
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    Panzerwagen der US-Streitkräfte in der nordsyrischen Provinz Manbij

    Experte entschlüsselt Trumps Trick zu Syrien-Angriffen

    © AP Photo / Hussein Malla
    Politik
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    Die USA und ihre Verbündeten werden wahrscheinlich Raketenschläge auf „nicht sehr risikoreiche“ Ziele in Syrien führen, mutmaßt Michel Liegeois, Außenexperte des Instituts für Politikwissenschaften Louvain-Europe.

    „Es werden voraussichtlich einige Angriffe mit Marschflugkörpern auf ‚nicht sehr risikoreiche‘ Ziele geflogen, wo es keine russischen Militärs oder Zivilisten gibt. Dies könnte eine Eskalation verhindern“, sagte Liegeois gegenüber dem französischen Radionetzwerk RTBF.

    Dabei schloss er die Möglichkeit aus, dass „nichts geschehen wird“.

    „US-Präsident Donald Trump und auch Emmanuel Macron haben deutlich gesagt, dass die rote Linie überschritten sei“, so der Experte weiter. „Ich glaube, Trumps Lust auf einen Beweis dafür, dass er sich von Ex-Präsident Obama unterscheidet, bewegt ihn zur Beschlussfassung.“

    Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump auf Twitter geschrieben, Russland solle sich auf den Abschuss von auf Syrien abgefeuerten Raketen vorbereiten. Diese seien „hübsch, neu und smart“.

    Seinerseits erklärte US-Verteidigungsminister James Mattis am Mittwoch, dass die USA immer noch Berichte über den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien bewerteten. Wie er aber hinzufügte, ist das US-Militär bereit, „militärische Einsatzpläne vorzulegen, wenn sie nach dem Ermessen des Präsidenten angebracht sind“.

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    Tags:
    Giftgasangriff, Marschflugkörper, Twitter, US-Raketenangriff, Radiosender RTBF, TV-Sender RTBF, James Mattis, Donald Trump, Emmanuel Macron, Barack Obama, Duma, Syrien, USA, Russland