23:52 20 September 2018
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    Ein Kampfpilot auf dem Stützpunkt der britischen Luftstreitkräfte Akrotiri auf Zypern

    London bittet Zypern um Reservierung von Luftraum-Abschnitt

    © AFP 2018 / Florian Choblet
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    Großbritannien hat am Donnerstag in einer Anfrage darum gebeten, ihm einen Teil des Luftraumes von Zypern zu reservieren. Dies teilte der Vize-Chef des Fluginformationszentrums in Nikosia, Haris Antoniades, im Interview mit dem zypriotischen TV-Sender Sigma mit.

    „Diese Anfrage  befindet sich noch in Bearbeitung … Das bedeutet keine Absage der Flüge. Keine einzige Fluggesellschaft, die nach und aus Larnaka fliegt, hat ihre Flugpläne geändert“, sagte Antoniades.

    Ihm zufolge gibt es ab Donnerstag im Luftraum über Zypern wesentliche Änderungen.

    Wie er sagte, wird ein großer Teil des Flugverkehrs jetzt auf den Westen und Süden des Landes entfallen und im Osten verringert, was zu einer teilweisen Auslastung führt.

    „Wir haben die koordinierende Rolle, in Kooperation mit den Engländern, aber ebenso mit vielen Fluggesellschaften, die besorgt sind und um zusätzliche Information bitten“, so Antoniades, der ebenfalls darauf verwies, dass das Fluginformationszentrum eine stetige Wachsamkeit offenbare.

    Das Kommando der britischen Stützpunkte hat gegenüber der zypriotischen Nachrichtenagentur CNA erklärt, dass es die operative Planung nicht kommentieren werde.

    Die britischen Stützpunkte funktionieren laut ihrem Pressesprecher Sean Tally im üblichen Regime, sie geben keine Kommentare zu ihren operativen Aktivitäten oder zu beliebigen Szenarios einer Teilnahme an einem möglichen Krieg in Syrien.

    Eigenen Worten zufolge habe er nichts zu verkünden.

    Vor der Einfahrt zur Akrotiri Air Force Base befänden sich jetzt ständig Vertreter ausländischer Nachrichtenagenturen und TV-Sender, darunter auch von Sky News.

    Laut Tally waren Instruktionen gegeben worden, die es den Journalisten erlauben, sich vor der Einfahrt zu den Stützpunkten aufzuhalten, um von dort aus ihre Live-Sendungen und Reportagen zu führen.

    Der US-Präsident hatte am Mittwoch gedroht, in allernächster Zeit Syrien mit „intelligenten“ Raketen anzugreifen, womit er auf den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz reagieren wolle, für den die syrischen Behörden verantwortlich gemacht werden, was Damaskus aber entschieden verneint hatte. Zypern hatte zuvor erklärt, nicht zu beabsichtigen, an einer möglichen Operation gegen Syrien teilzunehmen.

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    Tags:
    Giftgas-Vorwürfe, Luftraumnutzung, Vorbereitungen, Luftangriff, Royal Air Force, Sky News, Donald Trump, Duma, Ost-Ghuta, Zypern, Großbritannien, Syrien