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    Anti-Terror-Übung in der Volksrepublik Lugansk

    Donbass: „Volksrepubliken“ fürchten Attentate aus Kiew

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    Das Ministerium für Staatssicherheit der selbsternannten Volksrepublik Lugansk (LNR) verfügt über Angaben, dass Kiew Saboteure für die Vernichtung der Leiter der Volksrepubliken Lugansk und Donezk vorbereitet. Dies teilte die Pressesprecherin des Ministeriums für Staatssicherheit der LNR, Jewgenija Ljubenko, am Freitag mit.

    „Das Ministerium für Staatssicherheit der Volksrepublik Lugansk verfügt über Angaben über die auf dem Territorium der Volksrepubliken im Donbass geplanten Terrorakte und Attentate auf die Leiter der LNR und DNR“, sagte Ljubenko.

    Der Behörde zufolge haben die ukrainischen Geheimdienste ein privates Unternehmen mit diesen Attentaten beauftragt.  Laut dem Ministerium wird in der Ortschaft Nowopetrowka im Gebiet Saporishshja (Südosten der Ukraine) ein privater Stützpunkt für die Vorbereitung von Terrorgruppen eingerichtet. Ljubenko präzisierte, dass die Ausbildung der Saboteure in Sprengtechnik und Scharfschützenfertigkeiten von einem „georgischen Staatsbürger gemanagt wird, der sich an den Kampfhandlungen in Südossetien im Jahr 2008 beteiligt hatte“.

    Die Aufgaben der Terrorgruppen seien die Verübung von Terrorakten auf dem Territorium der Volksrepubliken Lugansk und Donezk sowie die Vernichtung ihrer Führung.

    Heiko Maas
    © AFP 2018 / ANGELA WEISS
    Im Ministerium wurde präzisiert, dass das private Ausbildungslager nach vorläufigen Angaben auf Initiative und Mittel eines rechtsradikalen Abgeordneten der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) geschaffen worden sei.

    „Praktisch stellt diese Person ein Zwischenglied zwischen den Terroristen und den ukrainischen Geheimdiensten dar, um die Spuren der Verwicklung der Staatsbehörden in die Terroraktivitäten zu verdecken“, so Ljubenko.

    Im Oktober 2016 war im Donezk der Kommandeur des Bataillons „Sparta“, Arseni Pawlow (sein Funkruf „Motorola“,) ums Leben gekommen. In der DNR wird behauptet, dass Pawlow infolge eines Terroraktes umgekommen sei, den die ukrainischen Geheimdienste verübt hätten. Anfang Februar 2017 war infolge eines Terroraktes der Kommandeur des Bataillons der DNR „Somali“, Michail Tolstych, bekannt als „Giwi“, ums Leben gekommen.

    Nach dem Beschuss im Donbass (Archiv)
    © Sputnik / Michail Parchomenko
    Kiew erkennt die selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk nicht an, hält die von den Behörden der Republiken kontrollierten Territorien für besetzt und die Volkswehreinheiten für Terrorvereinigungen.

    Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Terrorakt, Vorbereitung, Vernichtung, Attentate, Werchowna Rada, ukrainische Geheimdienste, Ministerium für Staatssicherheit der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, Arseni Pawlow, Michail Tolstych (Giwi), Jewgenija Ljubenko, Nowopetrowka, Südossetien, Saporoschskaja Oblast, Donbass, Volksrepublik Donezk, Volksrepublik Lugansk, Kiew, Ukraine
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