15:33 17 Juli 2018
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    Britische Premierin Theresa May bei der Pressekonferenz zum Raketenschlag gegen Syrien

    „Machenschaften des Westens“ – Moskau kündigt neue Enthüllungen an

    © AP Photo / Simon Dawson/ Pool
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    Nach dem angeblichen Giftgaseinsatz im syrischen Duma, den die Westmächte als Anlass für einen Angriff auf Syrien nutzten, hat Moskau neue Enthüllungen zu den Machenschaften des Westens angekündigt. Darauf verwies der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Samstag gegenüber Sputnik.

    „Wir sehen immer wieder, dass nationale Quasi-Beweise den Kern für weitreichende Lösungen dieser Ländergruppe bilden. Dadurch zeichnet sich eine äußerst gefährliche Tendenz ab. Ebenfalls provokativ agieren die Briten und deren Verbündete im Skripal-Fall. Und jetzt (in der Situation um Syrien – Anm. d. Red.) sehen wir erneut derartige Machenschaften. Wir werden diese enthüllen. OPCW-Experten müssen dorthin fahren“, so Rjabkow.     

    In der Nacht auf Samstag hatte US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf Syrien als Vergeltung für die vermeintliche Giftgasattacke in der Stadt Duma angeordnet. Wenige Zeit später haben die USA, Großbritannien und Frankreich 103 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Objekte in Syrien eingesetzt. Die syrische Luftabwehr hat laut dem russischen Generalstab 71 Marschflugkörper abfangen können. Berichten zufolge soll es Verletzte geben. Getötet wurde offenbar niemand.

    In der vergangenen Woche hatten oppositionelle Internetportale über einen Chlorgas-Einsatz in der damals noch von Rebellen kontrollierten Ortschaft Duma östlich von Damaskus mit Hunderten Toten berichtet. Ihre Informationen wurden schnell von westlichen Medien und Spitzenpolitikern aufgegriffen, die die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für die angebliche Attacke verantwortlich machten. Damaskus wies das zurück.

    Experten der internationalen Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) werden am Samstag in Duma erwartet, um vor Ort den mutmaßlichen Giftgaseinsatz ermitteln zu können.

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    Tags:
    Giftgaseinsatz, Außenministerium, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Donald Trump, Sergej Rjabkow, Syrien
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