02:25 19 Juli 2018
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    „Wir verdienen diesen Umgang nicht“ - Sputnik spricht mit Syrern nach US-Angriff

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    Von dem Raketenangriff westlicher Staaten auf Syrien scheinen Menschen in Damaskus gar nicht eingeschüchtert zu sein. Manche gingen am Samstag auf die Straße, um gegen den Umgang des Westens mit ihrem Land zu demonstrieren. Auch Sputnik war vor Ort und sprach mit Einwohnern.

    „Diese Aggression ist gegen alle internationalen Gesetze“, sagte ein Mann. „Trump hat nun sein wahres Gesicht gezeigt. Wir haben hier keine chemischen Stoffe. Syrien verdient so einen Umgang nicht.“

    „Trump und seine Verbündeten führen einen verbrecherischen, gemeinen Krieg gegen Syrien. Wir Syrer werden dadurch aber nur stärker“, sagt ein weiterer Ortsbewohner. „Wir sind stolz, weil wir die unbesiegbaren amerikanischen Tomahawks abgeschossen haben.“

    In der Nacht zum Samstag hatten amerikanische, britische und französische Schiffe und Flugzeuge mehr als 100 Marschflugkörper auf Einrichtungen in Syrien abgefeuert. Dort stationierte russische Streitkräfte wurden bei dem Angriff gemieden.

    Dabei soll es Berichten zufolge Verletzte gegeben haben. Getötet wurde offenbar niemand. Nach Angaben des russischen Generalstabs konnte die syrische Luftabwehr 71 Marschflugkörper abfangen.

    Anlass für den Raketenangriff war eine angebliche Giftgasattacke der syrischen Armee in Duma, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus.

    Nach russischen Erkenntnissen war der C-Waffen-Angriff von den so genannten Weißhelmen auf Anweisung aus London vorgetäuscht worden, um den USA und ihren Verbündeten einen formellen Vorwand für den Militärschlag gegen die Regierung Assads zu liefern. Die westlichen Staaten hatten seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien die bewaffneten Rebellen unterstützt. Dennoch konnte die syrische Regierungsarmee mit Hilfe aus Russland die Kontrolle über weite Teile ihres Landes zurückgewinnen.

    Wenige Stunden vor dem westlichen Angriff hatte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) – auf Drängen Russlands – ihre Experten nach Syrien geschickt, um den Ort der angeblichen Giftgasattacke zu untersuchen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Samstag den Militärschlag der westlichen Koalition gegen Syrien aufs Schärfste verurteilt: „Ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates und unter Verletzung der UN-Satzung und des Völkerrechts haben sie einen Akt der Aggression gegen einen souveränen Staat unternommen, der sich an der vordersten Front im Kampf gegen den Terrorismus befindet.“

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    Donald Trump, Baschar al-Assad, Damaskus, Syrien
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