07:54 21 September 2018
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    Vernichtung von Raketen RSD-10 im Rahmen des START-Vertrags (Archivbild)

    „Amerikaner verhalten sich unanständig“: Diplomat zur Verlängerung des START-Vertrags

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    Über die Aussichten der Verlängerung des START-III-Vertrags zwischen Russland und den USA hat der Leiter der Abteilung für die Nichtverbreitung und Kontrolle von Waffen beim russischen Außenministerium, Wladimir Jermakow, am Sonntag gesprochen. Der Diplomat hat die Bedingung genannt, unter der Gespräche darüber möglich sind.

    „Wir erwägen jetzt keine solche Möglichkeit, denn die Amerikaner verhalten sich innerhalb des gültigen Vertrages unanständig. Deshalb könne man darüber, ob sie zu einer Verlängerung fähig sind, erst sprechen, nachdem sie vollständig zur Erfüllung des Buchstabens und des Geistes des Vertrages zurückgekehrt sind“, sagte Jermakow in der Vollversammlung des russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik.

    Der START-III-Vertrag (Strategic Arms Reduction Treaty) über den gegenseitigen Abbau der Atomarsenale der USA und Russlands wurde im April 2010 unterzeichnet und trat am 5. Februar 2011 in Kraft. Der Vertrag verpflichtet Moskau und Washington, die stationierten strategischen Trägermittel auf je 700 Einheiten und die Zahl der Atomsprengköpfe auf je 1.550 Stück zu reduzieren. Laut dem Vertrag sind die Seiten zu einem zweimaligen Informationsaustausch pro Jahr über die Anzahl ihrer Gefechtsköpfe und Trägermittel verpflichtet. Am 5. Februar dieses Jahres erklärten beide Seiten, die Bedingungen des Vertrages erfüllt zu haben. Das Abkommen läuft im Jahr 2021 aus.

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    Tags:
    Atomsprengköpfe, Trägermittel, Atomarsenal, Abbau, Abkommen, Erfüllung, Vertrag, Verlängerung, START-Vertrag, Start-3-Vertrag, Außenministerium Russlands, Wladimir Jermakow, Russland, USA