23:27 15 Dezember 2018
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    Folgen des Beschusses in Syrien (Symbolbild)

    Das war der Hauptgrund des westlichen Luftangriffs gegen Syrien – Experte

    © AP Photo / Syrian Civil Defense White Helmets
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    Der französische Experte Pierre-Emmanuel Thomann hat in einem Interview mit Sputnik den Luftschlag der westlichen Länder gegen Syrien kommentiert und vermutet, was hinter dem Angriff wirklich stehen konnte.

    „Das war eine Militäroperation, die die Einflussverluste in der Syrien-Krise ausgleicht. Da sie (die USA, Großbritannien und Frankreich – Anm. d. Red.) sich bewusst waren, dass sie es (die Lage in Syrien – Anm. d. Red.) wegen der festen Stellung Russlands, mit dem sie die Konfrontation vermieden hatten, nicht ändern können, haben sie sich auf symbolische Schläge gegen Ziele beschränkt, deren Vernichtung nichts an dem Kräfteverhältnis ändern konnte“, sagte der Experte.

    Die Luftangriffe seien in gewisser Weise dazu geflogen worden, um das eigene Ansehen zu retten, so der Franzose. 

    Am Samstagmorgen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte unternommen, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt wurden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien abgefeuert. Die meisten davon haben die syrischen Luftabwehrkräfte abgeschossen. Die russischen Streitkräfte beteiligten sich nicht daran, überwachten jedoch alle Raketenstarts.

    Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte die Schläge als Aggressionsakt gegen einen souveränen Staat. Der angebliche chemische Angriff, der als Vorwand für die Schläge gedient hatte, wurde weder von den russischen Militärexperten noch von den Bewohnern der Stadt Duma bestätigt.

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    Tags:
    Aggressionsakt, Raketenstart, Marschflugkörper, Raketenangriff, Vernichtung, Konfrontation, Lage, Einfluss, Militäroperation, Angriff, Interview, Experte, C-Waffen, russische Streitkräfte in Syrien, Sputnik, Wladimir Putin, Duma, Russland, Frankreich, Großbritannien, USA, Syrien