05:49 23 April 2018
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    Einwohner der syrischen Stadt Duma

    Giftgasangriff in Duma von britischen Geheimdiensten inszeniert – OPCW-Vertreter

    © REUTERS / Bassam Khabieh
    Politik
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    Nach der angeblichen Giftgas-Attacke in Duma bei Damaskus hat Moskau erklärt, dass der Angriff von London inszeniert wurde. Dies teilte der russische Vertreter bei der Organisation für das Verbot der Chemiewaffen (OPCW), Alexander Schulgin, am Montag mit.

    „Wir haben nicht nur ein ‚hohes Maß an Gewissheit‘, (…), sondern es gibt unwiderlegbare Beweise, dass es keinen Vorfall am 7. April in Duma gab und dass all dies eine geplante Provokation der britischen Geheimdienste war. Möglicherweise waren daran auch ihre hochrangigen Verbündeten aus Washington beteiligt, und zwar mit dem Ziel, die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen und die Aggression gegen Syrien zu rechtfertigen“, sagte Schulgin vor dem Exekutivrat der Organisation in Den Haag.

    Am Samstagmorgen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte unternommen, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten davon haben die syrischen Luftabwehrkräfte abgefangen.

    Der angebliche chemische Angriff konnte weder von russischen Militärexperten noch von Bewohnern der Stadt Duma bestätigt werden.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Samstag den jüngsten Militärschlag der westlichen Koalition gegen Syrien auf das Schärfste verurteilt. Washington habe mit seinen Handlungen faktisch die Terroristen ermuntert, betonte er.

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    Tags:
    Giftgasangriff, C-Waffen, Wladimir Putin, Duma, Großbritannien, Syrien, USA, Frankreich