15:55 22 September 2018
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    Tschechische Flagge (Symbolbild)

    Tschechien wird in Kriegskonflikt mit Russland hineingezogen – Politikerin

    CC BY 2.0 / Sébastien Bertrand / Prague - National flag
    Politik
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    Die tschechische Politikerin Vladimíra Vítová hat den jüngsten westlichen Raketenangriff auf Syrien entschieden verurteilt. Laut der Vorsitzenden der tschechischen Allianz der Nationalen Kräfte wird Prag in eine militärische Konfrontation mit Moskau hineingezogen. Den Angriff auf Syrien hat sie als einen „militärischen Wahnsinn“ bezeichnet.

    „Wir drücken unseren scharfen Protest gegen die westliche Parodie auf den sogenannten Krieg gegen den Terrorismus aus, die nichts anderes ist, als die „Legitimation“ militärischer Interventionen, die darauf gezielt ist, für den Westen ungünstige Regime zu wechseln“, sagte Vítová gegenüber Sputnik.

    Der Fall Skripal, die Vorwürfe gegen die syrische Armee zum C-Waffen-Einsatz in Duma und der jüngste westliche Luftangriff auf Syrien würden die aggressive Gestimmtheit der westlichen Länder demonstrieren, betonte die Politikerin.

    „Wir sind Zeugen eines koordinierten militärischen Wahnsinnes aufgrund der künstlich erhobenen Vorwürfe“, sagte Vítová.

    Sie kritisierte außerdem die tschechische Regierung, die ihre Unterstützung für den Raketenangriff auf Syrien geäußert habe. Die Partei unterstütze die tschechischen Politiker nicht, die ein Teil einer gegen Russland gerichteten Militärkampagne werden wollten.

    „Die tschechischen Bürger werden gegen ihren Willen in eine militärische Konfrontation mit Russland hineingezogen, denn das Ziel des Angriffs auf Syrien war natürlich ein Angriff auf Russland. Russland führt auf offizielle Einladung des syrischen Präsidenten, Baschar al-Assad, einen echten und erfolgreichen Kampf gegen Terroristen auf dem syrischen Territorium. Wir verstehen, warum Russland auf Angriffe auf Syrien nicht antwortete – eine Antwort könnte einen Krieg bedeuten, unter anderem mit der Tschechischen Republik. Wir wollen nicht in diese lügnerischen militärischen ‚Spiele‘ hineingezogen werden“, unterstrich Vítová.

    Am 14. April hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte geflogen, die vermeintlich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten davon wurden von den syrischen Luftabwehrkräften abgeschossen. Die russischen Streitkräfte beteiligten sich nicht daran, überwachten jedoch alle Raketenstarts.

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    Konflikt, Konfrontation, Raketenangriff, Kritik, Angriff, Vladimíra Vítová, USA, Syrien, Tschechien, Russland