13:55 21 Oktober 2018
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    Startplattform Sea Lunch (Archivbild)

    Russlands Äquator-Weltraumbahnhof „Sea Launch“ soll SpaceX Konkurrenz machen

    © AFP 2018 / Vince Bucci
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    Russlands Unternehmensgruppe S7 will mit ihrem schwimmenden Weltraumbahnhof „Sea Launch“ am Äquator dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk in den USA Konkurrenz machen. Das gab Sergej Sopow, der Chef von S7 Space, einer Tochterfirma der S7 Group, bekannt.

    Das Büro von SpaceX liegt nur 14 Kilometer entfernt vom Basierungshafen von „Sea Launch“. Das russische Unternehmen will Kunden mit der Qualität der Dienstleistungen und attraktiven Preisen anlocken.  

    Nach dem ersten Start von der Plattform 2019 will das Unternehmen mindestens vier Mal pro Jahr Raketen ins All schießen. In den kommenden 15 Jahren soll es zu rund 70 Weltraumstarts kommen. Laut dem Unternehmenschef Sopow werde der Erfolg oder Misserfolg des Projekts einen direkten Einfluss auf den Ruf Russlands haben, obwohl die staatliche Weltraumagentur Roskosmos das Projekt als zweitrangig behandle.

    „Die anderen Akteure auf dem Markt, auch die im Westen, verstehen, dass die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit dieses Weltraumbahnhofes und die Durchführung des ersten Starts vom Äquator 2019 weltweit eine höhere Resonanz bekommen wird als alle Erfolge oder Misserfolge von Roskosmos in einem Jahr“, sagte Sopow. 

    Russlands größte private Fluggesellschaft  S7 hat 2017 von der Sea Launch Group für etwa 160 Millionen US-Dollar die Aktiva des schwimmenden Weltraumbahnhofs abgekauft. Dabei ging es um ein Schiff Sea Launch Commander, eine Wasser-Startplattform Odyssey und einen Bodenkomplex im US-Hafen Long Beach in Kalifornien. Das Projekt entstand 1995. Im Jahr 2009 ging das Unternehmen in die Insolvenz. Nun will S7 Space das Projekt wiederbeleben und konkurrenzfähig machen.

     

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    Tags:
    Startplattform, Konkurrenz, Weltraum, Weltraumbahnhof Sea Launch, S7 Space, Roskosmos, Äquator, USA, Russland