22:28 21 September 2018
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    Der Fall Skripal: Es gab keinen „chemischen Angriff“ in Salisbury – Experte

    CC BY 2.0 / WorldSkills UK / Vitalka Wilson - Forensic Science
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    Im Fall des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal lässt sich mit ziemlich hoher Sicherheit sagen, dass es keinen „chemischen Angriff“ in Salisbury gab. Dies erklärte das ehemalige Mitglied der UN-Kommission für biologische Waffen Igor Nikulin.

    Nach seinen Worten handelt es sich dabei vielmehr um „einen Vorfall, der im Zusammenhang mit der Vergiftung von zwei oder mehr Personen mit einem Spezialstoff“ aus dem Nato-Arsenal steht.

    Die Begriffe eines „chemischen Angriffes“ oder einer „Vergiftung“ seien hier strikt voneinander zu trennen, so die Argumentation des Experten.

    Nach dem Anschlag in Salisbury haben Schweizer Spezialisten nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow den gegen den Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia eingesetzten Giftstoff als BZ identifiziert. Laut Nikulin beginnt die Wirkung des Spezialstoffes erst nach einer Stunde, weswegen die Opfer innerhalb dieser Zeit imstande waren, sich durch die Stadt zu bewegen.

    Dem Experten zufolge ähneln die Symptome, die bei  der Wirkung dieser Substanz  auftreten, denen, die vorher bei den Skripals festgestellt wurden: Hautrötungen, erweiterte Pupillen, Bewegungsstörungen und Halluzinationen.

    Die Wirkung der Substanz sei vorübergehend. Mit welchen Methoden man sie neutralisiert, soll den westlichen Spezialisten wohl bekannt sein, was die unerwartet schnellen  Fortschritte bei der Genesung der Opfer erkläre, so Nikulin.

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    Tags:
    Vergiftung, Vorfall, chemischer Angriff, OPCW, Sergej Lawrow, Sergej Skripal, Großbritannien, Salisbury