20:18 24 April 2018
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    Chemiewaffen-Experte am Friedhof in der britischen Stadt Salisbury, wo der Doppelagent Sergej Skripal vermutlich vergiftet wurde

    Fall Skripal: Diente Londons "Desinfektion" Vernichtung von Beweisen?

    © AFP 2018 / Daniel Leal-Olivas
    Politik
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    Die genauen Umstände im sogenannten Skripal-Fall sind weiterhin ungeklärt. Das Agieren Londons erscheint verschiedenen Politikern und Experten zunehmend verdächtig. Wie ein Vertreter der russischen Botschaft in London Sputnik mitteilte, könnte Londons "Desinfektion" am Tatort vielmehr der Beweisvernichtung gedient haben.

    Die russische Botschaft verwies zudem darauf, dass es zahlreiche Ungereimtheiten in Londons Darstellung zu der Skripal-Vergiftung gebe. Gebe es beispielsweise tatsächlich so viele Orte in Salisbury, die mit dem Giftstoff versehen wären, wie es London zuvor dargelegt habe, hätte es kaum nur drei Betroffene gegeben.

    Auch verschiedene weitere Details der britischen Darstellung seien extrem fragwürdig.

    "Diese Ungereimtheiten, die mit bloßem Auge sichtbar sind, lassen annehmen, dass die sogenannte 'Desinfektion', die das Verbrennen potentiell kontaminierter Objekte einschließt, tatsächlich der Vernichtung von Beweisen gedient hatte", so der Botschaftsvertreter.

    Der ehemalige Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia sind laut der britischen Premierministerin Theresa May Anfang März mit dem Nervengift „Nowitschok“ (dt: „Neuling“) gezielt attackiert worden, einer angeblich in Russland entwickelten Substanz.

    Moskau bezeichnete die Anschuldigungen als politische Kampagne und Provokation.

     

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    Tags:
    Provokation, Giftstoff, Beweise, Botschaft, Nowitschok, Theresa May, Julia Skripal, Sergej Skripal, Moskau, Salisbury, Russland, Großbritannien
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