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08:40 22 Oktober 2019
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    Zerstörungen in Rakka (Archivbild)

    Gibt es eine Rückkehr nach Rakka? Uno zum erschreckenden Ausmaß der Zerstörungen

    © AP Photo / Gabriel Chaim
    Politik
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    Der Uno-Nothilfekoordinator Mark Lowcock hat in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates das erschreckende Ausmaß der Zerstörungen in der syrischen Stadt Rakka offenbart.

    „Rakka wurde im Oktober von Terroristen des „Islamischen Staates“* befreit, aber die Bedingungen für die Rückkehr der Bewohner in die Stadt sind ungünstig“, sagte Lowcock.

    Er betonte, in der Stadt gebe es viele explosive Kampfmittelrückstände, die Infrastruktur sei zerstört, zwischen 70 und 80 Prozent der Häuser in Rakka seien dem Erdboden gleichgemacht oder beschädigt worden. Bis zu 95 Prozent der Bevölkerung von Rakka seinen nicht mit Lebensmitteln versorgt.

    Zuvor hatte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, erklärt, es sei nötig, eine Bewertungsmission der Uno und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz nach Rakka zu entsenden, um die humanitären Bedürfnisse der Bevölkerung nach dem Ende der Operation der US-geführten Koalition vor Ort zu eruieren.

    Der russische UN-Botschafter, Wassili Nebensja, äußerte in der Sitzung, eine solche Mission sei erst vor kurzem infolge eines „unaufhörlichen Drucks“ seitens Russlands entsendet worden. „Bereits im Laufe von einigen Stunden konnten die Experten sehen, dass Rakka in Trümmern liegt. Es gibt dort kaum unversehrte Gebäude. Unter den Trümmern liegen nach wie vor Berge von Leichen“, betonte Nebensja.

    Er merkte an, in der Stadt gebe es keinen Strom, kein Wasser und keine elementaren sozialen Leistungen. Schulen und Krankenhäuser seien geschlossen.

    Der russische UN-Botschafter bezeichnete die Lage in Rakka als „katastrophal“.

    * Islamischer Staat, auch IS, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Zerstörungen, Häuser, Infrastruktur, Lage, Versorgung, Lebensmittel, Terrormiliz Daesh, US-geführte Anti-Terror-Koalition, Wassili Nebensja, Mark Lowcock, Rakka, Syrien, Russland