07:11 16 Juni 2019
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    OPCW-Standort in Den Haag

    Untersuchung von OPCW und London: Herkunftsland des Skripal-Gifts nicht festgestellt

    © AFP 2019 / ANP/ Koen van Weel
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    Der britische Botschafter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) Peter Wilson hat erklärt, dass die Untersuchung der Organisation und Großbritanniens das Herstellungsland des in Salisbury verwendeten Gifts nicht nachweisen konnte.Laut dem Chef des OPCW-Labors Marc-MIchael Blum ist aber auch keine Rede von dem Giftstoff BZ.

    Laut Wilson entnahmen zwei Labors im Auftrag der OPCW Umweltproben und zwei weitere Labors biomedizinische Proben. Alle vier Proben sollen toxische Chemikalien enthalten.

    Laut Wilson stellten sowohl die Labors von britischen Behörden als auch die im Auftrag der Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) tätigen Laboratorien anhand der entnommenen Proben den Einsatz des Nervengifts vom Typ „Nowitschok" sicher. Dabei entnahmen zwei Labors im Auftrag der OPCW Umweltproben und zwei weitere biomedizinische Proben, wobei alle toxische Chemikalien vom Typ „Nowitschok" aufweisen sollen, so Wilson.


    "Wir glauben, dass nur Russland das technische Know-how, die Erfahrung und ein Motiv hat, um die Skripals als Ziel auszuwählen", fügte Wilson hinzu.

    Dabei sei in den in Salisbury entnommen Proben der Giftstoff BZ nicht festgestellt worden, teilte der Chef des OPCW-Labors Marc-Michael Blum mit.

    Der ehemalige Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia sind laut der britischen Premierministerin Theresa May Anfang März mit dem Nervengift „Nowitschok" (dt: „Neuling") gezielt attackiert worden, einer angeblich in Russland entwickelten Substanz.

    Moskau bezeichnete die Anschuldigungen als politische Kampagne und Provokation.

     

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    Tags:
    Gift, Untersuchung, Giftgas, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), OPCW, Großbritannien