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    Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa

    „Kindlein, hältst du US-Raketen für klug?“ Sacharowa hat Frage für CNN-Reporterin

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    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat ein Video von den „Weißhelmen“ über den angeblichen Chemieangriff in der syrischen Stadt Duma kommentiert. Zudem schlug sie vor, den syrischen Jungen, der in diesem Video als ein „Opfer des Chemieangriffs“ vorgestellt worden ist, zu fragen, ob er die US-Raketen für „smart“ hält.

    „Gott, wann wird dieses blutige Theaterstück enden, an dem sich die Staaten (USA — Anm. d. Red.), ihre ,Koalitionʻ, die Kämpfer und die ,Weißhelmeʻ beteiligen!“, kommentierte Sacharowa den jüngsten Beitrag des russischen TV-Senders „Rossija 24“, in dem der syrische Junge Hassan Diab, der in einem Video von den „Weißhelmen“ als ein „Opfer des Chemiewaffenangriffs“ in der syrischen Stadt Duma vorgestellt worden war, Details zum Dreh des Videos offenbarte.

    „Der Junge hat zugestimmt, diese Rolle zu spielen, um Essen bekommen zu können. Dann flog dieses Video um die Welt und wurde zu jener ,Beweisgrundlageʻ, die zum Anlass für Raketen- bzw. Bombenangriffe der USA, Großbritanniens und (…) Frankreichs genommen wurde“, schrieb sie.

    „Frau Nikki Haley, UN-Botschafterin bei der Uno, werden Sie dem syrischen Jungen Hassan Diab die Uno zeigen? Frau Christiane Amanpour, werden Sie sein Foto im Laufe Ihrer Interviews bei CNN jemandem aus dem Weißen Haus zeigen?“, so Sacharowa weiter.

    „Man könnte diese Aktionen vereinigen“, schlug sie vor. Zunächst könne man Nikki Haleys Platz bei der Uno zeigen, damit der Junge versteht, „wo sich das Gehirnzentrum zur Vernichtung Syriens befindet“. Und ihn dann sofort „für ein Interview zu Amanpour“ schicken.

    „Ich habe mir auch schon an Christianes statt die erste Frage ausgedacht: ,Kindlein, hältst du unsere Raketen für klug?“

    „Wie, meine Damen, finden Sie solch einen Vorschlag?“, fragt Sacharowa abschließend.

    Der syrische Junge Hassan Diab, der von den „Weißhelmen“ in einem Video als „Opfer des Chemiewaffenangriffs“ in der syrischen Stadt Duma vorgestellt worden ist, hatte gegenüber dem russischen Sender „Rossija 24“ Details des Videodrehs offenbart.

    Jewgenij Poddubnyj, der Militärkorrespondent des Senders, merkte an, man habe den Jungen gezwungen, am Videodreh teilzunehmen.

    „Der Junge hatte nichts zu essen, man hat ihm für den Dreh Reis, Datteln und Gebäck angeboten“, so Poddubnyj.

    Anfang April waren Berichte verbreitet worden, dass die syrische Armee in der Stadt Duma angeblich eine Chlorbombe abgeworfen hätte. Die Berichte stammten vor allem von den sogenannten „Weißhelmen“ – einer Nichtregierungsorganisation, die in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Falschmeldungen über angebliche Angriffe der syrischen Armee oder der russischen Luftwaffe aufgetreten war. Die syrische Armee wies alle Vorwürfe zurück.

    Am 14. April haben die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte geflogen, die vermeintlich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ haben die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten davon wurden von den syrischen Luftabwehrkräften abgeschossen. Die russischen Streitkräfte beteiligten sich nicht daran, überwachten jedoch alle Raketenstarts.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in seinem Tweet geschrieben, Russland solle darauf vorbereitet sein, die gegen Syrien abgefeuerten Raketen abzuschießen. Diese Raketen seien „gut, neu und ‚smart‘“, so der Präsident.

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    Raketen, Junge, Video, Weißhelme, Maria Sacharowa, USA, Russland, Syrien