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    Angeblicher Giftgasangriff in Syrien (Archiv)

    Diplomat: C-Waffen-Provokation nun auch in Süd-Syrien geplant

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    Die militanten Kämpfer der Terrorvereinigung „Dschabhat an-Nusra“* und der „Freien Syrischen Armee“ erweitern die sich unter ihrer Kontrolle befindlichen Territorien im Süden Syriens, um dort eine Autonomie unter dem Patronat der USA zu gründen. Dies meldet eine nicht konkret genannte militär-diplomatische Quelle am Donnerstag.

    Der Quelle zufolge planen die Milizen einen koordinierten Angriff auf alle Regierungskräfte in den drei Südprovinzen. Den Anlass dazu sollen eine angebliche Verletzung des Regimes der Deeskalation oder eine Provokation mit  „Chemiewaffen“ durch die Regierungstruppen liefern. Dabei kämpfen die USA nicht gegen diese Milizen und liefern in die von ihnen kontrollierten Gebiete eine „humanitäre Hilfe“, fügte die Quelle hinzu.

    „Für den Angriff auf die Positionen der Regierungskräfte zählen allein ‚Dschabhat an-Nusra‘ und die mit ihr zusammenwirkenden Gruppierungen der ‚Freien Syrischen Armee‘ über 12.000 Kämpfer sowie hunderte Stück Militärtechnik, dutzende Feldgeschütze und Mehrfachraketenwerfer-Systeme, die sie durch die von den illegalen bewaffneten Gruppierungen kontrollierten Korridore an der Grenze zwischen Israel und Jordanien erhalten haben“, berichtet die Quelle.

    Als Anlass zum Angriff sollen wie immer die Erklärungen der Kämpfer über angebliche Verletzungen des Regimes der Deeskalation durch die Regierungstruppen dienen, so der Diplomat. „Zur Verstärkung des Effekts können auch Provokationen mit ‚Chemie‘ handwerklicher Herkunft angeblich gegen die Zivilbevölkerung durchgeführt werden“, meint er.

    „Innerhalb der letzten Wochen spitzt sich die Situation im Süden Syriens ernsthaft zu. Im Gegensatz zu den Erklärungen der Amerikaner spielen aktuell im Tal des Flusses Jarmuk nicht nur die ‚Freie Syrische Armee‘, sondern auch ‚Dschabhat an-Nusra‘* und die Terrorgruppierungen des IS* (…) die Hauptrolle. Die militanten Kämpfer unternehmen aktive Handlungen zur Erweiterung der von ihnen kontrollierten Territorien“, teilte der Diplomat mit.

    Ihm zufolge werden die jordanischen und amerikanischen Vertreter im Rahmen der Tätigkeit des Monitoring-Centers in Amman regelmäßig über die Angriffe der militanten Kämpfer auf Einheiten der syrischen Regierungstruppen in diesen Gebieten informiert, allerdings werden keine Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage und der Vernichtung von Terroristen ergriffen.

    Dem Diplomaten zufolge planen die Milizen einen gleichzeitigen Angriff auf Positionen der Regierungskräfte zur Eroberung der Städte Deraa und Al-Baas sowie der angrenzenden Gebiete.

    Die Quelle teilte mit, dass über die jordanische Grenze in dieser Zone regelmäßig Transporte mit angeblich humanitärer Hilfe eintreffen würden. „Allerdings weiß keiner, welche Güter in der Tat mit diesen Transporten geliefert werden. Die ganze Lieferung der sogenannten ‚humanitären Hilfe‘ wird nur von den Amerikanern kontrolliert“, so die Quelle.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    humanitäre Hilfe, Deeskalation, Provokationen, Chemiewaffen, Islamischer Staat, Dschabhat an-Nusra, syrische Regierungstruppen, Freie Syrische Armee (FSA), Süd-Syrien, Damaskus, USA, Nordosten Syriens, Syrien, Deraa