23:14 21 November 2019
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    Ermittlung des Skripal-Falls

    OPCW klärt über BZ-Gehalt in Skripal-Proben auf

    © AP Photo / Frank Augstein
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    Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat Russland informiert, dass der Kampfstoff BZ absichtlich in die Skripal-Proben hinzugefügt worden war, um die Kompetenz des Labors zu bestätigen. Das sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag.

    „Der Chef des Hauptlabors in den Niederlanden hat mitgeteilt, dass ein BZ-Präkursor in den Proben festgestellt wurde, allerdings war er –Achtung! – absichtlich von den OPCW-Experten in die Proben hinzugefügt worden, um das Kompetenzniveau des Labors zusätzlich zu bestätigen“, sagte Sacharowa. 

    „Das heißt, dass die Proben in einem Fall von globaler Bedeutung in ein Labor geschickt werden, dessen Kompetenz bestätigt werden soll, indem man – fürs Interesse so zu sagen — noch irgendwelche Stoffe hinzugefügt hat.“ 

    Alle „Testaktivitäten“ in den zertifizierten Chemielabors bezüglich der Proben im Fall der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter sehen „seltsam“ aus und führen alle irre, sagte Sacharowa. 

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

     

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    Tags:
    Nervengift, Labor, Zertifizierung, Vergiftung, Kampfstoff BZ, Stoff A234, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Sergej Skripal, Maria Sacharowa, Niederlande, Großbritannien, Russland