11:08 16 Juni 2019
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    Roger Waters

    „Bösartige Organisation“: „Weißhelme“ wollten Pink-Floyd-Gründer ins Boot holen

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    Politik
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    Die Zivilschutzorganisation „Weißhelme“ hat offenbar versucht, den Gründer der Musikband „Pink Floyd“, Roger Waters, anzuwerben. Die Rock-Legende übergab dem Nachrichten-Portal „Grayzone Project“ entsprechende Briefe der Organisation. Die PR-Agentur der „Weißhelme“ bezeichnet der Sänger als „bösartig“.

    Erstmals sollen die „Weißhelme“ Waters im Jahr 2016 kontaktiert haben. Damals habe „The Syrian Campaign“, die PR-Agentur der Organisation, den Sänger auf ein Abendessen eingeladen, das vom saudisch-britischen Milliardär Hani Farsi veranstaltet worden sei. Waters wurde laut dem Portal angeboten, für die Organisation zu singen, um die „Stimmen der friedlichen Helden Syriens“ lauter klingen zu lassen.

    Zuletzt habe ihn ein französischer Fotokorrespondent wenige Tage vor seinem Konzert in Barcelona kontaktiert, der mit einem „sehr mächtigen syrischen Netzwerk“ verbunden sei, so Waters gegenüber dem Portal. Der Korrespondent habe ihn gebeten, während des Konzerts auf die Bühne kommen zu dürfen, um eine Botschaft für „syrische Kinder“ zu übermitteln.

    Waters habe die beiden Bitten ignoriert.

    Der Pink-Floyd-Gründer ist ein ausgesprochener Kritiker der „Weißhelme“. Bei einem Auftritt in Barcelona im Jahr 2013 hatte er sie als eine „Fake-Organisation“ bezeichnet, die Propaganda für Dschihadisten und Terroristen verbreite. Er warnte, dass ihre nicht überprüften Angaben über angebliche Giftgasattacken in Syrien eine westlichen Militärintervention zum Ziel hätten.

    „Sollten wir der Propaganda der,Weißhelme‘ und anderer Gehör schenken, würden wir unsere Regierungen dazu ermutigen, Bomben auf Menschen in Syrien abzuwerfen“, hatte Waters damals gesagt.

    Waters bezeichnet zudem die PR-Agentur „The Syria Campaign” als eine „bösartige Organisation“, die von Menschen finanziert werde, die von einer Absetzung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad profitieren wollten, indem sie das Vermögen eines „gescheiterten Staates“ stehlen würden.

    In den letzten zwei Jahren gelang es den Weißhelmen, mehrere berühmte Persönlichkeiten auf ihre Seite zu ziehen. So werden sie von US-Stars wie George Clooney, Ben Affleck, der Musikband Coldplay und dem Sänger Justin Timberlake unterstützt.

    „Ich rufe Berühmtheiten dazu auf, die Weißhelme nicht mehr zu unterstützen, weil wir jetzt wissen, wer sie sind“, so Waters weiter. Er halte es ihnen nicht vor, dass sie auf die Erklärungen der Organisation hereingefallen seien. „Auf den ersten Blick scheint es, dass die Weißhelme einfach gute Menschen sind, die gute Dinge tun. Aber jetzt wissen wir, dass sie versuchen, den Westen dazu zu bringen, Syrien zu bombardieren und mit Raketen zu beschießen“, so Waters gegenüber dem Portal.

    Die „Weißen Helme“ präsentieren sich als Schützer der Zivilbevölkerung in Syrien ohne politische Agenda. Der Organisation wird jedoch vorgeworfen, inszenierte Videos aus Syrien zu verbreiten: So haben syrische Journalisten früher mehrere Aufnahmen gezeigt, auf denen die „Rettungskräfte“ mit Waffen und in Militäruniform zu sehen sind.

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    Tags:
    Kinder, Propaganda, Anwerbung, Kritik, Weißhelme, USA, Syrien