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    Österreichs Außenministerin Karin Kneissl (Archiv)

    Außenministerin Österreichs Karin Kneissl in Moskau: Syrienkonflikt im Mittelpunkt

    © AFP 2018 / VLADIMIR SIMICEK
    Politik
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    Natalia Pawlowa
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    Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hofft, dass die Rolle Österreichs bei der Lösung des Konflikts in Syrien nützlich sein kann. Das sagte sie im Sputnik-Gespräch nach ihrer Ankunft in Moskau im Vorfeld der Verhandlungen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

    „Zu Syrien werde ich mit dem Außenminister Lawrow einen Gedankenaustausch führen, und vielleicht können wir uns neben dem UN-Gesandten ein wenig einbringen. Die Rolle Österreichs kann dabei nützlich sein. Das haben wir mit Sergej Lawrow gerade telefonisch besprochen und werden wir nun beim persönlichen Treffen behandeln“, sagte Außenministerin Kneissl für Sputnik.

    Die Vereinbarung über den Russland-Besuch wurde beim Telefonat mit Lawrow im Dezember einige Tage nach dem Amtsantritt der österreichischen Außenministerin getroffen: „Wir konnten am 28. Dezember noch nicht absehen, wie die Welt im April aussehen würde. Aufgrund des Konflikts in Syrien, der in andere Regionen hineinreicht, hat dieser Besuch eine andere Dynamik erhalten.“

    Die Brückenrolle Österreichs erklärte Kneissl damit, dass die Alpenrepublik „zu keinem Zeitpunkt im Syrien-Konflikt Partei ergriffen hat, und das gilt nicht für so viele Länder“. Beim Treffen mit Lawrow will sie darüber hinaus bilaterale Fragen und den Stand des Iran-Nuklear-Abkommens thematisieren.

    Kneissl hat ihren Besuch mit der Eröffnung des Österreich-Instituts, das Deutschkurse organisiert, in der russischen Hauptstadt begonnen. Das sei einer der vielen Aspekte zwischen Russland und Österreich, betonte sie: „Sprache ist etwas, wo man nicht nur Vokabeln lernt, sondern wo es möglich wird, in die Gedankenwelt des anderen ein wenig hineinblicken zu dürfen.“

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    Tags:
    Abkommen, Besuch, Treffen, Syrien-Konflikt, Freiheitspartei Österreichs (FPÖ), Karin Kneissl, Sergej Lawrow, Iran, Syrien, Österreich, Russland
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