22:18 26 November 2020
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    Die russische Botschaft in Großbritannien schließt nicht aus, dass der vergifteten Julia Skripal – Tochter von Ex-Doppelagent Sergej Skripal - vor der Entnahme ihrer Blutprobe irgendein Präparat injiziert wurde. Das sagte ein Botschaftssprecher am Donnerstag in London.

    „Russische Spezialisten verfügen nur über einen Bericht von Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), haben keinen Zugang zu Ermittlungen und können selbstständig nicht einschätzen, was in Salisbury geschehen war und in welchem Maße britische Geheimdienste (mit dem Giftanschlag) zu tun haben. Deshalb gibt es immer wieder neue Fragen“, fuhr der Sprecher fort.

    „Wie konnte im Blut einer Betroffenen, dessen Probe 18 Tage nach dem Kontakt (mit dem Giftstoff) genommen wurde, in Porton Down (Geheimlabor des britischen Verteidigungsministeriums unweit von Salisbury – Anm. d. Red.) eine nicht zerfallene toxische Chemikalie nachgewiesen werden? Zugleich wurden bei einem anderen Betroffenen, der mehr Gift abbekommen hatte, dessen Spuren überhaupt nicht nachgewiesen… Das legt den Schluss nahe, dass der in künstliches Koma versetzten Betroffenen (Julia Skripal) ein toxisches Präparat injiziert wurde“, sagte der Botschaftssprecher.

    Sergej und Julia Skripal waren am 4. März auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Seite behauptet, dass die beiden mit dem Nervenkampfstoff A234 – in Großbritannien als Nowitschok bekannt – vergiftet wurden, und macht Russland für die Attacke verantwortlich. Moskau weist jegliche Anschuldigungen vehement zurück.

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    Tags:
    Blut, Manipulationen, Geheimdienste, Vergiftung, Probe, OPCW, Julia Skripal, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland