05:26 15 Juli 2020
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    Der von der OPCW im Rahmen der Untersuchung der Skripal-Vergiftung gefundene Stoff war zu hochkonzentriert, was für seine Einspritzung in die Probe kurz vor Untersuchungsbeginn spricht. Das hat der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview gegenüber Sputnik erklärt.

    Für ihn ist es „offenkundig“, dass die Briten der OPCW nicht einfach eine Probe vom Tatort vorgelegt, sondern diese Organisation auch „angeordnet“ hätten, in der Probe einen bestimmten Stoff nachzuweisen.

    Die OPCW-Experten hätten bestätigt, dass sie genau den Stoff identifiziert hätten, den britische Regierungsstellen erwähnt hätten.

    Dieser Stoff war aber in Reinform, hochkonzentriert, was darauf hinweist, dass er just vor Beginn der Analyse in die Probe eingespritzt worden sein muss, so der russische Außenminister.

    Die russisch-britischen Beziehungen hatten sich infolge des Vorfalls in Salisbury rasch zugespitzt, nachdem der ehemalige GRU-Mitarbeiter und Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet worden waren. London behauptet, in den Giftanschlag mit dem Stoff A-234 sei der russische Staat verwickelt. Moskau wies die Vorwürfe entschieden zurück.

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    Tags:
    Kampfstoffe, Vergiftung, A-234, OPCW, Sergej Skripal, Julia Skripal, Sergej Lawrow, Großbritannien, Russland, Salisbury