05:07 15 August 2018
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    US-Demokraten erheben Millionen-Klage gegen Russland

    © Sputnik / Alexey Agaryschew
    Politik
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    Die Demokratische Partei der USA hat eine Millionenklage gegen Russland, das Wahlkampfteam von Donald Trump und WikiLeaks erhoben. Ihnen wird ein Komplott zwecks Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 vorgeworfen. Dies meldet Sputnik, dem die Klage zu Händen gekommen ist, am Freitag.

    In der Klage, die bei einem Kreisgericht in Manhattan eingereicht wurde, heißt es, dass die hochrangigen Teilnehmer der Trump-Wahlkampfkampagne die russische Regierung  und Geheimdienste um Hilfe gebeten hätten, um den Positionen von Hillary Clinton zu schaden und dem agierenden US-Präsidenten durch Aufbruch von Computernetzwerken der Demokratischen Partei und durch die Verbreitung von dort aufgefunden Dokumenten zu helfen.

    „Bei zahlreichen Treffen, beim E-Mail-Austausch und  bei anderen Kommunikationsweisen haben diese russischen Agenten deutlich zu verstehen gegeben, dass ihre Regierung Trump unterstütze und bereit sei, die gestohlene Korrespondenz und andere Informationen auszunutzen, um seinem Gegner aus der Demokratischen Partei einen Schaden zuzufügen“, heißt es im Dokument.

    Es geht um den Skandal um die E-Mail-Korrespondenz von Vertretern der Demokratischen Partei, die WikiLeaks im Laufe des Jahres 2016 veröffentlicht hatte. Die CIA hat Russland über Medien einen Hackerangriff auf die Server der Demokratischen Partei mit dem Ziel, Trump zu helfen, vorgeworfen. Jegliche Beweise stehen aber aus.

    Meinungen

    Das Mitglied des Föderationsrates (russisches Parlaments-Oberhaus) Wladimir Dschabarow erklärte die Klage für dumm und betonte, dass die USA über keine Beweise der Einmischung Russlands in die US-Wahlen verfügen. Darum werde die Demokratische Partei daraus „nicht profitieren können“, sagte er gegenüber Sputnik.

    „Dies ist eine absolut US-interne Geschichte, der innenpolitische Skandal wird in den USA weitergehen, die Demokraten werden nach wie vor versuchen, Trump zum Impeachment zu bringen“, so Dschabarow.

    „Russische Angelegenheit“

    Die US-Geheimdienste hatten Russland nach dem unerwarteten Sieg von Trump die „Einmischung in die Wahlen“ vorgeworfen.

    Die Ermittlungen werden von den Aufklärungsausschüssen der beiden Kammern des Kongresses geführt, ebenso von dem unabhängigen Staatsanwalt Robert Mueller. Zuvor hatte er 13 Russen und drei juristische Personen der versuchten Einmischung in die US-Wahlen beschuldigt.

    Im Weißen Haus sowie im Kreml wurde dieser Verdacht mehrmals widerlegt. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, nannte die Vorwürfe „absolut grundlos“.

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    grundlos, Wahlkampfteam, Einmischung, Beweise, E-Mail-Skandal, Klage, Hackerangriff, Kreisgericht, US-Geheimdienste, Demokratische Partei der USA, Kreml, Russische Regierung, Weißes Haus, US-Kongress, CIA, Sputnik, Robert Mueller, Wladimir Dschabarow, Hillary Clinton, Dmitri Peskow, Manhattan, USA, Russland
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