SNA Radio
    Festveranstaltung zum zweijährigen Jubiläum des Krim-Beitritts (Archivbild)

    "Diktator-Allüren": Staatsduma zu Kiews neuer Idee in Bezug auf Krim-Bewohner

    © Sputnik / Max Vetrov
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 976

    Der Abgeordnete der Staatsduma (russisches Unterhaus) von der Teilrepublik Krim, Ruslan Balbek, hat am Freitag die Initiative des ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko, den Krim-Bewohnern die ukrainische Staatsbürgerschaft zu entziehen, als diktatorische Allüren bezeichnet.

    „Poroschenkos Idee ist nicht einfach umzusetzen, wie es ihm scheinen mag. Mit nur einem Erlass einseitig zwei Millionen Menschen die Staatsbürgerschaft zu entziehen, das sind echte diktatorische Allüren, sodass bei seinen westlichen Kuratoren ein ‚Syndrom der Menschenrechtler‘ entstehen kann“, sagte Balbek gegenüber Sputnik.

    Zudem kann eine derartige Entscheidung als Vorwand für die Schließung der Grenzübergänge in Armjansk und Tschongar an der Grenze zur Krim dienen. 

    „Jeder Beschluss Poroschenkos untergräbt tatsächlich die letzten Loyalitätsherde sowohl unter den Krim-Bewohnern als auch unter ihren Verwandten gegenüber dem ukrainischen Staat. Das offizielle Kiew lebt mit dem stetigen Gedanken, womit es das Leben der Krim-Bewohner noch vergiften könne“, sagte er abschließend.

    Zuvor am Freitag hatte Poroschenko der Werchowna Rada (Parlament) einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Entzug der ukrainischen Staatsbürgerschaft bei jenen vorsieht, die bereits russische Pässe auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim erhalten haben.

    Zum Thema:

    Wie Kiew Donbass und Krim zurückholen will
    „Mit keinem einzigen Gesetz können wir Krim zurückholen“ – Ukrainischer Politiker
    Mit des Westens Hilfe: Jazenjuk will Donbass und Krim zurückholen
    Krim: Will Kiew neue Karibik-Krise provozieren?
    Tags:
    Entzug, Staatsbürgerschaft, Werchowna Rada, Staatsduma, Petro Poroschenko, Ruslan Balbek, Ukraine, Krim, Russland