17:02 14 Dezember 2019
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    Das Moskauer Bolschoi-Theater bei Nacht

    Keine US-Visa für russische Balletttänzer: „Das gab es nicht einmal im Kalten Krieg“

    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Politik
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    Das Außenministerium Russlands hat sein Bedauern wegen der Verweigerung der US-Einreisevisa für Künstler des Bolschoi Theaters zum Ausdruck gebracht und betont, dass „dies selbst in den Zeiten des Kalten Krieges nicht passiert war“. Das ist dem am Samstag veröffentlichten Kommentar des Außenamts zu entnehmen.

    „Dies war selbst in den Zeiten des Kalten Krieges nicht passiert“, heißt es.  Im Gegenteil, die Kunst, und vor allem das Ballett, hätten den Menschen immer geholfen,  einander besser kennenzulernen und zu verstehen, das Eis des Misstrauens zu brechen, die Spannungen in den zwischenstaatlichen Beziehungen zu mildern.

    „Die Gastspiele der Künstlergruppen, darunter natürlich auch des Bolschoi Theaters, das in der ganzen Welt als Visitenkarte unseres Landes bezeichnet wird, haben beim amerikanischen Publikum stets ein warmes Echo gefunden“, heißt es in dem Kommentar der Presse- und Informationsabteilung des russischen Außenministeriums.

    Zuvor hatten die Veranstalter des Gala-Konzerts anlässlich der Ergebnisse des Festivals „Youth America Grand Prix“ (YAGP), das am 19. April im David Koch Theater im Lincoln Center in New-York stattfand, berichtet, dass die Künstler des Bolschoi Theaters Olga Smirnowa und Jacopo Tissi keine US-Visa bekommen hätten.

    Den Medien zufolge wurden den Balletttänzern die US-Visa verweigert, im Pressedienst des Bolschoi Theaters wurde jedoch vermutet, dass es um ein technisches Versagen gehe, und dass einfach die Zeit nicht ausgereicht habe, um das Einreisevisum für Smirnowa auszustellen.

    Im Außenministerium wird die Meinung zum Ausdruck gebracht, dass die „einflussreichen Kräfte in den USA, die heute darum besorgt sind, wie Russland am stärksten unter Druck gesetzt werden kann, vor nichts haltmachen werden“.

    „Bereits einige Jahre lang wird auf ihre Initiative hin der Messeaustausch abgesagt, jetzt werden die Gastspielvisa verweigert. Es sieht so aus, als wolle man noch einen Faden, der zwei Völker verbindet, zertrennen“, so das Außenamt.

    Dem Pressedienst zufolge will man die Amerikaner von den Russen mit einer Visa-Wand  abschirmen (…), die Reisen russischer Bürger in die USA praktisch unmöglich machen. Eine solche Politik Washingtons sei nur zu bedauern.

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    Tags:
    bedauern, Wand, abschirmen, Visitenkarte, Visa, Ballett, David Koch Theatre, Lincoln Center in New-York, Bolschoi Theater, Presse- und Informationsabteilung des russischen Außenministeriums, Außenministerium Russlands, Jacopo Tissi, Olga Smirnowa, USA, Russland