10:47 19 Oktober 2018
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    Russland soll mit Westen wie Nordkorea aus Position der Stärke sprechen – Experte

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    Politik
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    Nikolaj Jolkin
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    Die Welt teilt sich laut Wirtschaftswissenschaftler und Politiker Michail Deljagin nicht mehr in Rechte und Linke. Das sagte er beim Jalta-Wirtschaftsforum in einer Diskussion im Liwadija-Palast, wo im Februar 1945 das Schicksal der Welt von Stalin, Roosevelt und Churchill besiegelt wurde.

    Sie teile sich heute „in diejenigen, die den eigenen Völkern dienen, und in diejenigen, die den globalen Profitmachern, dem globalen Business zum Nachteil der eigenen Völker dienen.“ Deljagin forderte auf, es zu lernen, die einen von den anderen zu unterscheiden. „Die Amerikaner brauchen überall Politiker, die ihnen dienen. Russland aber braucht patriotische Herrscher, die ihren Völkern dienen.“

    Der Politiker fuhr fort: „Selbst wenn diese Herrscher uns nicht mögen, werden wir uns mit ihnen schon irgendwie einigen. Denn wir haben eine Vorstellung von den eigenen Interessen und den Interessen anderer Länder, und diese Interessen lassen sich gewöhnlich in Einklang bringen.“

    Man solle sich dessen bewusst sein, so Deljagin, „dass die politischen Eliten, die den globalen Profitmachern dienen, Höflichkeit, Gesetzlichkeit, das Streben nach dem Recht ausschließlich als Schwäche auffassen. Sie verstehen nur die Sprache der Gewalt. Seit drei Jahren spricht Russland mit dem Westen in der Sprache des Völkerrechts. Es stellt sich aber heraus, dass wir mit einer Mauer reden, die sich dazu noch auf uns zu bewegt. Nordkorea hat mit der Welt in der Sprache der Gewalt gesprochen, nun wird es von allen respektvoll behandelt.“

    Deljagin verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass „Russland es in einiger Zeit lernen wird, solche Gegensanktionen zu verhängen, welche die Urheber der Sanktionen schmerzlich treffen würden. Dies würde auch ziemlich wirksam sein.“

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    Tags:
    Stärke, Position, Gewalt, Krim, Jalta, Westen, USA, Nordkorea, Russland