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    Standort der Zeitung The Guardian in London, GroßbritannienAlexander Jakowenko, Russlands Botschafter in London

    Skripal-Fall: Briten berichten erst nach Zensur durch Regierung – Botschafter

    © AFP 2018 / Andrew Cowie © Sputnik / Alex Maknoton
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    Den britischen Medien ist es laut dem russischen Botschafter in London, Alexander Jakowenko, verboten, Artikel zum Fall Skripal ohne Genehmigung des Rates für nationale Sicherheit Großbritanniens zu veröffentlichen.

    Jakowenko hatte britische Journalisten gefragt, ob jemand versucht habe, Julia Skripal zu interviewen. „Und haben Sie gesehen, wie alle Menschen ihren Blick zu Boden richteten, besonders die britischen Medien? Weil vor einer Woche durchgesickert war, dass sämtliche Informationen, die mit den Skripals verbunden sind, einer Zensur obliegen. Kein einziger Artikel darf mehr ohne Zustimmung des Rates für nationale Sicherheit veröffentlicht werden“, so der Botschafter.

    Zuvor hatte die russische Botschaft erklärt, dass London Materialien zum Fall Skripal an Privatpersonen übergeben haben könnte.

    Mitte April hatte der russische Botschafter in London, Alexander Jakowenko, das Verschwinden des Ex-Doppelagenten von GRU, Sergej Skripal, und seiner Tochter Julia als Entführung von zwei russischen Bürgern bezeichnet.

    Julia Skripal ist laut den offiziellen Mitteilungen bereits am 27. März zu sich gekommen, allerdings seien die russischen Diplomaten nicht zu ihr gelassen worden, was einen Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen und gegen die bilaterale Konsularkonvention  darstelle.

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    Tags:
    Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen, Verstoß, Schwund, Zustimmung, Medien, Zensur, GRU, britische Medien, Russische Botschaft in London, Rat für nationale Sicherheit Großbritanniens, Julia Skripal, Sergej Skripal, Alexander Jakowenko, Salisbury, London, Großbritannien, Russland