19:32 14 August 2018
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    US-Flugzeugträger USS Harry S. Truman

    US-Flugzeugträger erwägt Kurswechsel wegen Russen in Syrien

    © Foto: Ministry of Defence
    Politik
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    Der US-Schiffsverband um den Flugzeugträger „USS Harry S. Truman“, der am Samstag im Mittelmeer eingetroffen ist, wird Medienberichten zufolge wahrscheinlich nicht wie geplant weiter in den Persischen Golf fahren. Der Grund für den Kurswechsel seien Aktivitäten Russlands in Syrien.

    Laut dem ursprünglichen Plan sollten die „USS Harry S. Truman“ und Begleitschiffe ins Arabische Meer und weiter in den Golf fahren. Nun erwäge das Pentagon, die Flugzeugträgerkampfgruppe für die gesamte Missionsdauer im Mittelmeer zu belassen, um Russland in Syrien zu „hemmen“, berichtet die Onlinezeitung Defense News unter Verweis auf das US-Militär.

    „Eine Positionierung des Flugzeugträgers in der Nähe der strategischen Interessen Russlands entspricht der neuen Verteidigungsstrategie des (amerikanischen – Anm. d. Red.) Verteidigungsministeriums, laut der nicht der Terrorismus, sondern die strategische Konkurrenz zwischen Staaten mittlerweile der Hauptgrund für Besorgnisse der USA ist“, zitiert die Zeitung ihre Informanten im Pentagon.

    Mehr zum Thema: US-Flugzeugträger mit unklarem Ziel im Mittelmeer eingetroffen >>

    Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

    Tomahawk-Schlag der US-Navy gegen Syrien
    © REUTERS / U.S. Navy/ Lt. j.g Matthew Daniels/ Handout
    In der vergangenen Woche hatten die USA, Großbritannien und Frankreich als Vergeltung für die angebliche C-Waffen-Attacke in Duma, einem Vorort von Damaskus, 103 Raketen gegen Syrien abgefeuert. Nach Angaben des russischen Generalstabs wurden 71 davon von der syrischen Luftabwehr abgefangen. Dort stationierte russische Streitkräfte wurden bei dem Angriff gemieden. Dabei soll es Berichten zufolge Verletzte gegeben haben. Getötet wurde niemand.

    Enthauptungsschlag gegen Damaskus: Russland gibt Kontra – USA lenken um >>

    Der Vorwand für den Militärschlag war eine angebliche C-Waffen-Attacke in Duma, einem Vorort von Damaskus, für die die Westmächte die syrische Regierung verantwortlich machten. Damaskus weist den Vorwurf zurück.

    Nach russischen Erkenntnissen war der C-Waffen-Angriff von den so genannten Weißhelmen auf Anweisung aus London vorgetäuscht worden, um den USA und ihren Verbündeten einen formellen Vorwand für den Militärschlag gegen die Regierung Assads zu liefern.

    Kräftebalance in Syrien
    © Sputnik /
    Kräftebalance in Syrien

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    Tags:
    USS Harry S. Truman, Syrien, USA, Russland
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