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    Westliches Spektakel über C-Waffen

    Russland will Jungen aus syrischem „Chemieangriff“-Video nach Den Haag bringen

    © AP Photo / Lefteris Pitarakis
    Politik
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    Der ständige Vertreter Russlands bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Alexander Schulgin, hat erklärt, sich maximal darum bemühen zu wollen, den syrischen Jungen, der die Inszenierung des Chemieangriffs in Duma bezeugen kann, nach Den Haag zu bringen.

    Zuvor hatte der syrische Junge Hassan Diab in einer Live-Sendung des TV-Senders „Rossija 24“ über die Details des von den Weißhelmen gemachten Videos erzählt. Ihm zufolge war er mit seiner Mutter in einem Kellergeschoss, als er von der Straße Aufrufe hörte, sich ins Krankenhaus zu begeben. Beide seien ins Krankenhaus gelaufen, und als Hassan Diab es betreten habe, sei er gefasst, mit Wasser begossen und danach auf das Bett mit anderen Menschen gelegt worden. Die Worte des Jungen hat auch sein Vater bestätigt, der hinzufügte, dass es keinen Chemieangriff in Duma gegeben habe.

    „In irgendeinem Augenblick habe ich meinen Kollegen gesagt: Wir werden nun mit Ihnen vielleicht anders reden, wenn Sie nicht verstehen, dass wir Tatsachen vorlegen (…). Wir werden dann reale Zeugen nach Den Haag bringen, die Ihnen bestätigen werden, dass dies eine Inszenierung war. Ich werde alles Mögliche tun, damit der Junge hier aussagt“, teilte Schulgin in einem Interview in der Sendung „Itogi nedeli“ (dt.: „Wochenergebnisse“) des russischen TV-Senders NTV mit.

    Auf die Frage, ob die Aussagen des Jungen in Den Haag verboten werden könnten, bemerkte Schulgin, dass „alles möglich sei“.

    „Sie wollen nichts hören (…). Überall (…) Trümmer und Chaos. Sie halten an dem Sturz von Assad und seiner Regierung fest, nichts anderes interessiert sie.  Die ‚chemische‘ Tagesordnung ist nur ein Vorwand. Es gibt dort keine Beweise, weil sie ja ihren nächsten Verbündeten nichts vorwerfen können“, so Schulgin.

    Am vergangenen Freitag hat der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber RIA Novosti erklärt, dass es Beweise von Londons Beteiligung an der Inszenierung des Chemieangriffs in der syrischen Stadt Duma „bereits in Hülle und Fülle“ gebe. Er unterstrich, dass in dem von Weißhelmen vorgetäuschten Video „exzellent zu sehen war“, dass die Menschen, die angeblich die mutmaßlichen Angriffsopfer zu retten versuchen und die sich dort bewegen, wo angeblich chemische Giftstoffe eingesetzt wurden, mit nichts geschützt waren, „es kann sein, dass einige von ihnen Mullbinden trugen“.

    Zuvor hatte der Westen Damaskus einen Chemieangriff in der Stadt Duma in Ost-Ghuta vorgeworfen und mit Militärschlägen gedroht. Moskau hatte die Meldungen über eine angeblich von den syrischen Militärs abgeworfene Chlor-Bombe widerlegt. Das Außenministerium erklärte, das Ziel der Informationseinwürfe über den angeblichen Giftstoffeinsatz durch syrische Truppen sei es gewesen, für Terrorkämpfer einzustehen und mögliche militärische Schläge von außen her zu rechtfertigen. Dabei hatte der Generalstab der russischen Streitkräfte noch am 13. März von einer durch die militanten Kämpfer in Ost-Ghuta vorbereiteten Provokation mit der Inszenierung eines C-Waffen-Einsatzes berichtet.

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    Tags:
    Chemieangriff, Zeuge, C-Waffen-Einsätze, Trümmer, Inszenierung, Provokation, Chaos, TV-Sender Rossija 24, Generalstab der russischen Streitkräfte, TV-Sender NTV, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), RIA Novosti, Hassan Diab, Alexander Schulgin, Duma, Ost-Ghuta, Westen, Den Haag, Syrien, Russland