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    Jon Huntsman in Moskau

    „Das falsche Land gewählt“: Moskau reagiert auf Ultimatum von US-Botschafter

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    Politik
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    Russland hat nicht vor, den Vereinigten Staaten einseitige Garantien in Bezug auf die Nichteinmischung in Wahlen zu geben. So kommentierte der Sondergesandte des russischen Außenministeriums, Andrej Krutskich, ein Ultimatum des US-Botschafters in Russland, Jon Huntsman.

    „Wenn er (Huntsman – Anm. d. Red.) von uns ernsthaft irgendwelche Garantien erwartet, hat er das falsche Land gewählt. Wir werden keinerlei einseitige Garantien geben. Und wir haben bestimmt nicht vor, unsere Schuld an irgendwelchen Vorfällen einzuräumen, in die Russland angeblich verwickelt sein soll“, so Krutskich gegenüber der Zeitung „Kommersant“.

    Zuvor hatte Huntsman erklärt, Washington sei bereit, Beratungen zur Cybersicherheit aufzunehmen, wenn sich Moskau in die Kongresswahlen nicht einmische.

    „Sogar nach Angaben der US-Medien haben sich die Vereinigten Staaten mindestens 85 Mal ernsthaft in die inneren Angelegenheiten anderer Länder eingemischt. Und sie haben sich auch in unsere politischen Prozesse eingemischt“, fügte der Politiker hinzu.

    „Wenn wir uns auf etwas einigen sollten, dann nur auf gegenseitige Garantien. Oder besser noch: Auf universale Garantien und Verhaltensregeln, wie das Russland seit vielen Jahren vorschlägt. Jemandes ultimative Forderungen werden wir nicht erfüllen und einseitige Garantien werden wir nicht geben.“

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    Tags:
    Ultimatum, Cybersicherheit, Garantien, Einmischung, Wahlen, Jon Huntsman, USA, Russland
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