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    Sicherheitsposten von Süd- und Nordkorea

    Südkorea stoppt Propaganda-Beschallung gegen Norden

    © AFP 2018 / Jung Yeon-Je
    Politik
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    Kurz vor dem Treffen der zwei koreanischen Staaten hat Südkorea die Propaganda-Beschallung an der Grenze zu Nordkorea gestoppt, wie das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag mitteilte.

    Der Süden führt seit 2015 einen „psychologischen Krieg“ gegen den Norden. Die Lautsprecher übertragen drei Mal pro Tag Sendungen, in denen das nordkoreanische Regime kritisiert wird. Mit dem Schritt will der Süden nun „militärische Spannungen abbauen und eine friedliche Atmosphäre für die Gespräche am 27. April schaffen“. 

    „Wir hoffen, dass diese Maßnahme gegenseitigen Angriffen und Propaganda ein Ende setzen wird“, zitiert die Nachrichtenagentur Yonhap aus der Mitteilung. 

    Die südkoreanische Propaganda, die in einer Entfernung von 24 Kilometern von der demilitarisierten Zone zu hören war, setzte auf vier Themen: Vorteile eines demokratischen Systems, Entwicklungsneuheiten in Südkorea, Agitation für die Wiederherstellung der nationalen Gemeinschaft und der Alltag der nordkoreanischen Gesellschaft aus der Sicht des Südens. Die Beschallung wurde hauptsächlich auf die Militärs gerichtet und klang drei Mal pro Tag zwei Stunden lang aus insgesamt elf Punkten. Pjöngjang drohte mehrmals mit der Vernichtung der Lautsprecher.   

     

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    Tags:
    Regime, Gespräche, Lautsprecher, Beschallung, Propaganda, Nordkorea, Südkorea
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