05:41 21 September 2018
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    Polizei-Absperrung nach der Hospitalisierung von Sergej Skripal in der britischen Stadt Salisbury

    Londons Antworten zu Skripal-Fall reichen Moskau nicht – ständige Vertretung bei OPCW

    © AP Photo / Frank Augstein
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    Die Antworten aus London auf die Fragen der russischen Seite zur Situation um die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia reichen Moskau nicht aus, verlautet aus der ständigen Vertretung bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW).

    „Die erhaltenen Antworten der britischen Seite reichen uns nicht aus. Wir benötigen zweifellos Zeit für eine gründlichere Analyse. Der erste Eindruck: Die Briten haben uns keine Antworten auf die wichtigsten Fragen gegeben, die wir gestellt haben“, so die russische diplomatische Mission gegenüber Sputnik.

    Russland arbeite nun mögliche Varianten für das weitere Vorgehen zum Fall Skripal durch: „In jedem Fall werden wir danach streben, Antworten zur Sache und zu den für uns wichtigsten Aspekten zu bekommen.“

    Am 4. März dieses Jahres waren Sergej und Julia Skripal im britischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Von wem und unter welchen Umständen sie wirklich vergiftet wurden, ist unklar. Die britische Seite behauptet, dass der russische Staat in die Vergiftung der Skripals mit dem Stoff A-234 verwickelt sei. Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Untersuchung.

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    Antwort, Vergiftung, Organisation für ein Verbot chemischer Waffen (OPCW), Yulia Skripal, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland