05:07 15 August 2018
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    Das russische Außenministerium

    Moskau: USA verdrehen vorsätzlich russische Nuklearwaffen-Doktrin

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat Washington vorgeworfen, die Richtlinien der russischen Militärdoktrin im Bereich des Nuklearwaffeneinsatzes absichtlich zu verdrehen. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die auf der Webseite der Behörde veröffentlicht ist.

    Damit reagierte das russische Außenministerium auf den jährlichen Bericht des US-Außenamtes über die Einhaltung von Verträgen und Verpflichtungen im Bereich der Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung, der am 18. April veröffentlicht worden war.

    „Besonders zynisch erscheinen im Dokument die Hinweise auf die nicht begründete These über eine Zunahme der „russischen nuklearen Gefährdung", die die USA sorgfältig verbreiten. Die Richtlinien unserer Militärdoktrin, die mit den Möglichkeiten des Nuklearwaffen-Einsatzes zu tun haben, sind vorsätzlich verdreht worden", heißt es in der Mitteilung.

    Der westlichen Öffentlichkeit werde nachdrücklich eingeflößt, Russland revidiere angeblich seine Meinung hinsichtlich der Rolle der Nuklearwaffen und betone immer stärker diese Art von Waffen, so das russische Außenministerium. „All das entspricht nicht der Wahrheit", heißt es in der Mitteilung weiter.

    Am Montag hatte der US-Vizeaußenminister für internationale Sicherheit und Nichtverbreitung Christopher Ford in Genf geäußert, die USA würden die Modernisierung der russischen Nukleararsenale als eine Gefahr für die Nachbarländer einstufen. Diese Modernisierung verstoße zudem gegen die Verpflichtungen Russlands im Bereich der Rüstungskontrolle.

    Anfang Februar hatte das amerikanische Verteidigungsministerium die neue Atomdoktrin der USA veröffentlicht, in der den russischen Atomstreitkräften eine große Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Als weitere potenzielle Bedrohungen hat Washington Nordkorea, den Iran und China eingestuft.

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