19:36 17 August 2018
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    Duma, Syrien

    USA drohen Syrien erneut Gewalt an – Russland lässt neue Schläge nicht zu

    © REUTERS / Ali Hashisho
    Politik
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    Die USA haben Syrien erneut Gewalt angedroht, erklärte der Boschafter Russlands bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Alexander Schulgin, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Moskau werde neue Schläge gegen Syrien nicht zulassen, sagte er.

    An der Pressekonferenz nahmen 17 Personen teil – Zeugen der jüngsten Ereignisse in der syrischen Stadt Duma, wo angeblich ein Giftgasangriff verübt wurde. Unter ihnen war eine Familie mit drei Kindern, einschließlich des elfjährigen Jungen Hassan Diab, der über seine „Rettung“ mit kalter Dusche nach der vermeintlichen Chemieattacke informiert hatte.

    Derartige Provokationen seien möglich, fuhr Schulgin fort. „Denn unsere Partner drohen ein weiteres Mal mit Waffengewalt gegen Syrien, was wir aber nicht zulassen werden.“

    Zuvor hatte der Westen die syrische Regierung für den Giftgasangriff auf Duma in Ost-Ghuta verantwortlich gemacht. Moskau dementierte Berichte, wonach die syrischen Militärs eine Fassbombe mit Chlor auf Duma abgeworfen haben sollen.

    In der Nacht zum 14. April feuerten die USA, Großbritannien und Frankreich als Vergeltung für die Chemieattacke mehr als 100 Raketen auf Regierungsobjekte in Syrien, die ihrer Ansicht nach mit der Produktion von Kampfstoffen zu tun haben. Die syrischen Behörden erklärten mehrmals, dass das gesamte Arsenal an chemischen Waffen Syriens unter Kontrolle der OPCW außer Landes gebracht und entsorgt worden war.

     

    Tags:
    Gewaltandrohung, Reaktion, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Alexander Schulgin, Syrien, USA, Russland
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