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    Bundeswehr-Soldaten vor einem Raketenabwehrkomplex Patriot (Archivbild)

    Vertrauen in Regierung „gefährlich angeschlagen“ – Bundeswehr

    © AP Photo / Michael Sohn
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    Die Bundeswehr benötigt die Vergrößerung von Finanzen, sonst ist der Abbruch eines Modernisierungsprogramms unausweichlich. Dies sagte der Verbandsvorsitzende, Oberstleutnant André Wüstner gegenüber der „Welt“.

    Der Verteidigungshaushalt soll sich ihm zufolge um 15 Milliarden Euro bis 2021 vergrößern. Sonst könne man wegen der Unmöglichkeit, die Infrastruktur und das Personal zu modernisieren, „mit unabsehbaren Folgen für unsere gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge“ rechnen.

    Wüstner verwies darauf, dass das Vertrauen der Soldaten „in glaubwürdig agierende Politik“ „gefährlich angeschlagen“ sei. „Die Regierungskoalition muss verstehen, dass man Sicherheit nicht mehr nur verwalten, sondern vielmehr gestalten muss“, sagte er dazu.

    Zuvor hatten Medien berichtet, dass es Bundeswehrsoldaten an Zelten, Schutzwesten und Winterbekleidung fehle.

    Die „Welt“ hatte unter anderem unter Verweis auf ein vertrauliches Papier des Verteidigungsministeriums berichtet, dass die Bundeswehr nicht ausreichend einsatzbereite Kampfpanzer habe. Die Panzerlehrbrigade 9 in Münster, die eine wichtige Rolle in der operativen Gruppe „Speerspitze“ spielen soll, hat demnach nur neun von 44 vorgesehenen Leopard-2-Kampfpanzern zur Verfügung.

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    Tags:
    Sicherheit, Soldaten, Vertrauen, Politik, Finanzen, Bundeswehr, Deutschland
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