11:54 21 September 2018
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    UN-Generalversammlung (Archiv)

    Uno muss Satzung und Tätigkeit den Realitäten anpassen – Oberhauschefin

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    Politik
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    Die Organisation der Vereinten Nationen braucht laut der Vorsitzenden des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), Valentina Matwijenko, Veränderungen, um ihre Satzung und Tätigkeit in Einklang mit den Realitäten zu bringen.

    Ihr zufolge „lässt die Effektivität der Tätigkeit der Uno, gelinde gesagt, zu wünschen übrig“.

    „Russlands Position in dieser Frage ist ausgewogen und klar: Die Uno braucht Veränderungen, deren Ziel es ist, ihre Satzung und Tätigkeit in Einklang mit den heutigen Realitäten zu bringen“, wird Matwijenko am Freitag von der russischen Zeitung „Parlamentskaja gaseta“ zitiert.

    Sie ergänzte, dass dies notwendig sei, um die Mission zu erfüllen, der zuliebe die Organisation geschaffen worden sei.

    „Diese Mission besteht darin, die Menschheit von der Gefahr eines dritten Weltkrieges zu erlösen, allen Völkern dieselbe Sicherheit, eine polyzentrische und demokratische Weltordnung zu gewährleisten“, erläuterte Matwijenko.

    Zuvor hatte der ehemalige Vize-Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sergej Ordschonikidse, im Gespräch mit dem Nationalen Nachrichtendienst (NSN) die Erklärung des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres von einer Wiederkehr des Kalten Krieges eingeschätzt.

    „Die Satzung der Uno wurde 1945 verabschiedet, damals herrschte eine andere Situation. Sie wurde von Staaten verabschiedet, die Bündnispartner waren, und die überwiegende Mehrheit der heutigen UN-Mitglieder fehlte einfach. Der Generalsekretär hat recht, dass Reformen notwendig sind“, stellte er fest. Sobald sich die Situation in der Welt zuspitze, offenbare sich das in der Uno, vor allem aber im Weltsicherheitsrat.

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    Tags:
    Veränderung, Kalter Krieg, Uno, Antonio Guterres, Russland