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    OPCW-Hauptquartier in den Haag (Archivbild)

    Russische C-Waffen-Enthüllung in Den Haag: „USA rieten Partnern vom Kommen ab“

    © AP Photo / Peter Dejong
    Politik
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    Der ständige US-Vertreter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat alles nur Mögliche unternommen, um seine Kollegen nicht zu dem von Russland und Syrien veranstalteten Briefing zur Situation in der Stadt Duma kommen zu lassen. Dies erklärte der russische ständige Vertreter bei der OPCW, Alexander Schulgin, am Freitag.

    Schulgin unterstrich, dass es „keine westlichen Partner beim Briefing gegeben hatte“: „weder Franzosen noch Amerikaner oder Engländer“.

    „Außerdem haben sie alles Mögliche getan, und der US-Vertreter hat sich beinahe übernommen, um den anderen Verbündeten die Teilnahme an diesem Briefing auszureden“, sagte er.

    Dem russischen OPCW-Vertreter zufolge „fürchten die USA, der Wahrheit in die Augen zu schauen, sie fürchten, den kleinen Hassan anzusehen, der ihre Lüge entlarven wird“.

    Im Hauptquartier der OPCW in Den Haag fand ein gemeinsames Briefing der Vertreter der ständigen russischen Mission bei der OPCW und der Zeugen des inszenierten „Chemieangriffs“ in der syrischen Stadt Duma statt.

    Der syrische stellvertretende Ständige Vertreter bei der OPCW, Hassan Obeid, hatte am Rande des Briefings erklärt: „Im Lager der C-Waffen, die Terrorkämpfer in Duma hinterlassen haben, haben wir Chemikalien aus Deutschland, Großbritannien, aus dem Chemielabor Porton Down in Salisbury, nicht aus einem anderen Ort, sondern eben aus Salisbury gefunden.“

    Dass nun anscheinend ausgerechnet chemische Komponenten aus Salisbury entdeckt worden sind, ist politisch besonders brisant, denn in dieser englischen Stadt ist am 4. März der Ex-Doppelagent Sergej Skripal vergiftet worden.

    London hatte umgehend Russland der Vergiftung beschuldigt, jedoch immer noch keine Beweise für diese Behauptungen geliefert.

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    Tags:
    Chemieangriff, Briefing, abraten, Enthüllung, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Chemielabor Porton Down, RIA Novosti, Sergej Skripal, Hassan Obeid, Alexander Schulgin, Moskau, London, Deutschland, Salisbury, Syrien, Den Haag, Duma, Frankreich, Großbritannien, USA, Russland
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