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    Friedensnobelpreis für Trump? – Russischer Sicherheitspolitiker wittert Frevel

    © East News / Yomiuri Shimbun, AP
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    Nach dem US-Raketenangriff Mitte April auf syrische Einrichtungen klingt die Initiative eines US-Senators, dem US-Präsidenten Donald Trump den Friedensnobelpreis zu verleihen, besonders verwerflich. Diese Auffassung vertritt der Vizechef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates (russisches Oberhaus) Franz Klinzewitsch.

    „Über Fakten lässt sich nicht streiten: Praktisch alle Konflikte in der jüngeren Geschichte sind auf dem Planeten gewissermaßen unter Teilnahme der USA verlaufen. Als letzter Punkt kommt sofort die Bombardierung Syriens in Erinnerung, vor deren Hintergrund der Vorschlag zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten einfach frevelhaft klingt“, sagte Klinzewitsch am Samstag vor Journalisten.

    Was die Schritte zur Aufnahme des Friedensprozesses auf der Korea-Halbinsel anbelange, so seien diese eher den USA zuwider als dank diesem Land getan worden.         

    Am Freitag hatte der republikanische Senator des US-Bundesstaates South Carolina, Lindsey Graham, gegenüber dem TV-Sender Fox News gesagt, dass Trump der Friedensnobelpreis verliehen werden müsse, sollte Nordkorea sein Atomprogramm tatsächlich einstellen und die Situation auf der Korea-Halbinsel geregelt werden.

    Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten in der Nacht auf den 14. April staatliche Einrichtungen in Syrien, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt worden sein sollen, mit Raketen beschossen. In den frühen Morgenstunden hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen auf syrische Infrastruktur abgefeuert. Die meisten davon konnte die syrische Flugabwehr abfangen. Die russischen Streitkräfte waren an der Abwehr des Angriffs nicht beteiligt, überwachten jedoch die Raketenstarts.

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    Tags:
    Friedensnobelpreis, Raketenangriff, Föderationsrat, Fox News, Lindsey Graham, Donald Trump, Franz Klinzewitsch, Frankreich, Großbritannien, Syrien, Russland, USA