12:17 18 August 2018
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    Ursula von der Leyen

    Bundeswehr: Von der Leyen fordert 12 Milliarden mehr – und droht mit „Streichliste“

    © AFP 2018 / Michael Kappeler
    Politik
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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist offenbar mit dem Haushaltsplan von Finanzminister Olaf Scholz unzufrieden: Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ verlangt sie, den Wehretat bis 2021 um zwölf Milliarden Euro zu erhöhen. Sonst drohe sie, wichtige Rüstungsprojekte zu streichen.

    Scholz' Finanzplan sehe hingegen bis 2021 eine Erhöhung des Wehretats um lediglich 5,5 Milliarden Euro vor.

    Sollten die Verteidigungsausgaben nicht deutlich aufgestockt werden, will Von der Leyen dem „Bild“-Bericht zufolge mit der Einstellung eines internationalen Rüstungsprojekts drohen. Eine Streichliste von Rüstungsprojekten sei bereits erarbeitet worden. Auf Platz eins stehe die Kooperation mit Norwegen im U-Boot-Bereich. Norwegen plant nach Angaben der Zeitung, im kommenden Jahr vier deutsche U-Boote für 4,3 Milliarden Euro zu kaufen.

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    Auf Platz zwei stehe der Kauf von sechs Transportflugzeugen C-130 Hercules, die mit vier französischen Maschinen auf einem Fliegerhorst in Frankreich stationiert werden und eine gemeinsame Fliegerstaffel bilden sollen.

    Außerdem sollen sieben „Eurofighter“-Piloten in den vergangenen Wochen ihren Dienst bei der Bundeswehr quittiert haben. Für das Militär sei dies ein teurer Verlust, da die Ausbildung der Piloten pro Kopf etwa fünf Millionen Euro koste. Mit Fluglehrern und Einsatz-Crews gibt es laut der „Bild am Sonntag“ insgesamt etwa 120 „Eurofighter“-Piloten.

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    Tags:
    Projekte, Drohung, Budget, Haushalt, U-Boot, Rüstung, Ursula von der Leyen, Norwegen, Deutschland, Frankreich
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