23:24 18 November 2018
SNA Radio
    Ukrainischer Präsident Petro Poroschenko bei der Militärparade in Kiew (Archivbild)

    Ukraine: Poroschenko erklärt „Antiterroroperation“ im Donbass für beendet

    © Sputnik / Michail Markiw
    Politik
    Zum Kurzlink
    2013254

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die Antiterroroperation im Donbass für beendet erklärt. Dies bedeutet allerdings noch kein Ende der Militäroperation Kiews gegen die abtrünnigen Regionen Donezk und Lugansk. Von nun an nennt sie Kiew „Operation der vereinten Kräfte“.

    „Ab heute, dem 30. April 2018, wird die großangelegte Antiterroroperation auf dem Territorium der Gebiete Donezk und Lugansk beendet. Wir beginnen heute eine Militäroperation unter der Führung der ukrainischen Streitkräfte zur Gewährleistung der Verteidigung der territorialen Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit unseres Staates", erklärte Poroschenko am Montag bei einer Sitzung der Militärführung des Landes, die die ukrainischen TV-Sender übertragen haben.

    Der Präsident unterzeichnete den entsprechenden Erlass unmittelbar während der Sitzung.

    „Mit diesem Erlass tritt die Entscheidung des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung über die Aufhebung des Formats einer großangelegten Antiterroroperation in Kraft, die im Jahr 2014 begonnen worden war. Die Antiterroroperation ist abgeschlossen“, so der ukrainische Staatschef.

    Volkswehr: Ukrainisches Militär wechselt Beschusstaktik >>

    Die Antiterroroperation sei zu Ende, aber die Konfrontation mit dem "russischen Aggressor" gehe weiter, sagte Poroschenko.

    „Ich will besonders unterstreichen, dass der Abschluss des Regimes der großen Antiterroroperation uns nicht die Möglichkeit nimmt, jederzeit eine Antiterroroperation verkünden zu können, sollte eine Terrorgefahr auf den befreiten Territorien entstehen.“

    Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als vier Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation gegen die abtrünnigen Regionen  warnen Kiewer Politiker immer wieder vor einem russischen „Einmarsch“ in die Ukraine. Russland bestreitet das und betont immer wieder, dass es keine Seite des innerukrainischen Konflikts sei.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ukrainischer Rechtspolitiker nennt Bedingung für militärischen Angriff auf Russland
    Ukrainisches Militär wechselt Beschusstaktik - Donezker Volkswehr
    Tags:
    Antiterroroperation, Aufgaben, Aufhebung, Konfrontation, ukrainische Streitkräfte, UN, Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine (SNBO), Petro Poroschenko, Donbass, Kiew, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine