11:49 21 September 2018
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    Halbinsel Krim (Symbolbild)

    So gräbt sich Kiew selbst eine Grube – Krim-Politiker

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    Politik
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    Den Beschluss der ukrainischen Regierung über die Verhängung von Sanktionen gegen Russland, die den US-Sanktionen ähnlich sind, hat der Vorsitzende der Gesellschaftskammer der Krim, Grigori Joffe, gegenüber Sputnik als „Nachbeten“ bezeichnet. Laut dem Politiker werden die neuen Strafmaßnahmen der ukrainischen Wirtschaft schaden.

    „Sie graben sich selbst eine Grube. Nachbeten ist in der Politik immer ein Zeichen von Schwäche. Die USA können sich diese Sanktionen leisten, die an sich dumm sind und Europa mehr Schaden zufügen als Russland. Die Ukraine kann nachbeten und so tun, als ob sie Amerika wäre. Die Sanktionen der Ukraine gegen Russland sind ein absoluter Quatsch und Fake“, so Joffe gegenüber Sputnik.

    Der Politiker merkte an, mit Hilfe dieser Maßnahmen würden die ukrainischen Behörden den Bürgern ihre Relevanz verdeutlichen wollen.

    Laut Joffe werden die Sanktionen negative Folgen für die ukrainische Wirtschaft haben. 

    „Es wird dazu kommen, dass sie wirtschaftliche Sanktionen gegen diejenigen Ukrainer verhängen, die nach Russland kommen, um sich ihre Brötchen zu verdienen. Denn es ist unmöglich, dies in der Ukraine zu tun“, so der Politiker.

    Zuvor hatte der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine die Sanktionen gegen Russland erweitert. Laut der ukrainischen Behörde waren die Sanktionen mit der Liste des US-Finanzministeriums abgestimmt worden. Die Sanktionen sind unter anderem gegen die Abgeordneten des Unterhauses und des Oberhauses Russlands verhängt worden sowie gegen Personen, die angeblich in die „Informations- und Cyberaggression“ gegen die Ukraine verwickelt sind.

    Anfang April hatten die USA ihre Anti-Russland-Sanktionen um 38 russische Geschäftsleute, Politiker und Unternehmen erweitert. Auf der vom US-Finanzministerium veröffentlichten Sanktionsliste stehen nun unter anderem auch der Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew, der Gazprom-Chef Alexej Miller, der VTB-Chef Andrej Kostin sowie die Milliardäre Oleg Deripaska und Wiktor Wekselberg.

    Unter den betroffenen Unternehmen sind der staatliche Rüstungsexporteur Rosoboronexport, der Lastwagenbauer GAZ, Deripaskas Aluminiumgigant RusAl und En+ sowie Wekselbergs Renova und einige andere Konzerne. Formell begründete die US-Administration die neuen Sanktionen mit einem „destabilisierenden Verhalten“ Russlands und angeblichen Versuchen Moskaus, die „westliche Demokratie zu untergraben“.

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    Tags:
    Maßnahmen, Wirtschaft, Sanktionen, Grigori Joffe, USA, Krim, Russland, Ukraine