05:40 21 September 2018
SNA Radio
    Die aus Deutschland abgeschobenen Migranten verlassen das Flughafengebäude nach Ankunft in Kabul (Archivbild)

    Horst Seehofer will härtere Abschiebungen für Flüchtlinge

    © AP Photo / Massoud Hossaini
    Politik
    Zum Kurzlink
    5506

    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat in einem Interview für die Passauer Neuen Presse seine Meinung über die Notwendigkeit einer schärferen Migrationspolitik geäußert.

    "Wir müssen für die Menschen, die kein Bleiberecht haben, die Regeln verschärfen, damit sie in ihre Heimat zurückkehren", erklärte Seehofer.

    Für ihn bedeute diese Verschärfung die Abschaffung der Zuschüsse für ausreisepflichtige Menschen und die Erteilung von nur Sachleistungen.

    Laut Seehofer kann die Sicherheit in Deutschland nur gewährleistet werden, wenn „wir die Kontrolle über die Zuwanderung behalten und die Zuwanderung begrenzen".

    Des Weiteren gab Seehofer bekannt, dass er mit Entwicklungsminister Gerd Müller an einem Hilfsprogramm für die Heimreise der Flüchtlinge arbeite.

    Nach Schätzungen des Innenministeriums waren 2015 ca. 900.000 Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland eingewandert, was zum Anstieg rechtsradikaler Stimmungen geführt hat. Anfang Oktober 2017 kündigten Angela Merkel und Horst Seehofer eine Vereinbarung über die Einschränkung des Migrantenstroms auf 200.000 Menschen pro Jahr an.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Der Männerbund des Heimatministers: Horst Seehofer und die Frauen
    Steinmeier widerspricht Seehofer: „Muslime in Deutschland gehören dazu“
    Islam-Debatte in Deutschland: Seehofer legt nach und kontert SPD
    Der Islam und der Heimat-Horst: Seehofer wirft Rauchbomben
    Tags:
    Verschärfung, Abschiebung, Asylbewerber, Migranten, Flüchtlinge, CSU, Innenministerium Deutschlands, Heimatministerium, Angela Merkel, Gerd Müller, Horst Seehofer, Nahost, Mittelasien, Deutschland