22:50 17 August 2018
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    OPCW-Standort in Den Haag

    Fall Skripal: OPCW-Chef nennt die Dosis von eingesetztem Nervengift

    © AFP 2018 / ANP/ Koen van Weel
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    Die Menge des Giftstoffes, mit dem der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet worden sind, hat laut dem Chef der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) Ahmet Üzümcü zwischen 50 und 100 Gramm betragen. Dies berichtete die Zeitung „The New York Times“.

    Laut dem OPCW-Chef könne der Stoff mit einem Aerosolspray aufgetragen oder als Flüssigkeit verwendet werden, wenn „die notwendigen Maßnahmen“ ergriffen würden.

    Dabei sei die obengenannte Menge deutlich größer als jene, die in einem Labor für Forschungszwecke erzeugt würde, betonte Üzümcü. Dies bedeute, dass die Substanz „beinahe sicher“ für den Einsatz als Waffe produziert worden sei. Allerdings kenne er die genaue Menge nicht, fügte er hinzu.

    Er hätte Schritte unternommen, damit das Nervengift als „eines von der Reihe von Chemikalien, die unter dem Codename Nowitschok geschaffen wurden“ in die Liste der von der OPCW überwachten chemischen Waffen aufgenommen werden würde, sagte Üzümcü.

    Danach würden die Länder, die die Chemiewaffenkonvention unterzeichnet hätten, verpflichtet sein, eine Produktion oder Lagerung von Nowitschok, die über die für Forschungszwecke erforderlichen 5 bis 10 Gramm hinausgehe, zu melden oder ein Gegenmittel zu entwickeln, erläuterte er.

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    Tags:
    Nervengift, Doppelagent, Ermittlung, Vergiftung, OPCW, Ahmet Üzümcü, Julia Skripal, Sergej Skripal, Salisbury, Großbritannien
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