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    Eine Turmspitze am Moskauer Kreml und eine russische FlaggeDer tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild)

    Kreml: Tschechiens Aussagen über „Nowitschok“-Analogon enttarnen Londons Vorwürfe

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    Die Erklärungen des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman über die Herstellung eines nachgebauten „Nowitschok“-Nervengifts verdeutlichen die Hinfälligkeit von Londons Vorwürfen gegenüber Russland im Fall Skripal. Dies hat der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow am Freitag mitgeteilt.

    „Mit großer Gewissheit haben wir vorausgesetzt, dass dieser Stoff in verschiedenen Staaten hergestellt werden kann. Darunter in jenen Ländern, die nach ihren Informationen über das Gegengift verfügen… Dies ist ein weiteres anschauliches Beispiel für die Hinfälligkeit der Position der britischen Behörden“, erklärte Peskow.

    Die Worte des tschechischen Präsidenten seien eine weitere Bestätigung der absoluten Provokativität und Abenteuerlichkeit der ganzen Skripal-Geschichte. 

    „Es ist vielleicht…der nächste Schritt in die Richtung einer weiteren Annäherung an den Moment, an dem mehr und mehr Länder beginnen werden, sich in dieses Abenteuer miteinbezogen zu fühlen“, fügte Peskow hinzu.

    Zuvor hatte der Präsident Tschechiens, Miloš Zeman, unter Berufung auf tschechische Geheimdienste bekanntgegeben, dass eine kleine Menge des Nervengiftstoffs A230 im November 2017 in der Stadt Brno produziert worden sei.

    "Der Militärgeheimdienst sagt, dass das Gift A-230 'Nowitschok' heißt. Der SBI (der tschechische Informationssicherheitsdienst) sagt, dass nicht das A-230, sondern dass das A-234 'Nowitschok' ist", räumte Zeman ein.

    Am 4. März waren der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia im britischen Salisbury vergiftet worden, was einen internationalen Skandal ausgelöst hatte. London behauptet, in die Vergiftung mit dem Stoff A234, in Großbritannien als „Nowitschok“ bekannt, sei der russische Staat verwickelt. Moskau weist diesen Vorwurf von sich.

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    Tags:
    Enthüllung, Nervengift, Doppelagent, Vergiftung, Geheimdienst, A-234, Nowitschok, Kreml, Sergej Skripal, Miloš Zeman, Dmitri Peskow, Tschechien, Großbritannien, Russland