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    US-Präsident Donald Trump

    Frankreichs Wirtschaftsminister fordert von Trump Entschuldigung

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    Politik
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    Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat am Sonntag in einem Live-Interview mit dem Fernsehsender BFMTV den US-Präsidenten Donald Trump dazu aufgerufen, sich für seine Worte über die Terroranschläge vom November 2015 in Paris zu entschuldigen.

    Demnach hat Le Maire die Äußerung Trumps als „beleidigend und entwürdigend“ bezeichnet.

    „Wir erlauben uns keine derartigen Kommentare in Bezug auf Massenmorde, die in den USA wegen des freien Waffenbesitzes ermöglicht werden. Ich möchte, dass er seine Worte zurücknimmt und sich entschuldigt“, so der Minister.

    Auch das französische Außenministerium kritisierte Trumps Aussage. „Man soll das Gedenken an die Toten achten“, heißt es unter anderem. Ein freier Verkehr von Schusswaffen erleichtere nur die Organisation von Massenmorden.  

    Am Freitag hatte Trump gesagt, dass die Todesopferzahl nach den Terroranschlägen im November 2015 in Paris weniger wäre, wenn in Frankreich ein freier Waffenbesitz erlaubt wäre. Dies hätte es den Betroffenen ermöglicht, die Dschihadisten selbst zu neutralisieren.    

    Am 13. November 2015 hatten drei Terroristengruppen Paris attackiert. Bei den Explosionen am Stadion Stade de France, bei einer Massengeiselnahme in der Konzerthalle Bataclan und bei Schüssen auf mehrere Cafés waren mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 350 weitere wurden verletzt. Zu der größten Terrorattacke in der Geschichte Frankreichs bekannten sich die Dschihadisten des „Islamischen Staates“*, die damals weite Gebiete Syriens und des Irak kontrollierten.

    * Islamischer Staat, auch IS, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Entschuldigung, Aussage, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Bruno Le Maire, Irak, Syrien, Frankreich, USA
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