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    Simferopol, Haupatstadt der Schwarzmeer-Halbinsel Krim (Archiv)

    US-Diplomat glaubt an Rückgabe der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an die Ukraine

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Der Ukraine-Sonderbeauftragte des US-Außenministeriums, Kurt Volker, glaubt an die Rückgabe der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an Kiew. Das werde auf gleiche Weise passieren, wie Estland, Lettland und Litauen 1991 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt hätten, sagte der Diplomat nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform.

    „Die Rhetorik Moskaus hinsichtlich der Zugehörigkeit der Halbinsel wird sich nicht ändern, ebenso wie die Position des Westens zu dieser Frage. Wir werden mal sehen, was in der Zukunft passiert. Die baltischen Länder waren im Laufe von Jahrzehnten von der Sowjetunion besetzt gewesen. Aber im Endeffekt hat sich alles geändert“, sagte Volker.

    Zugleich gab der US-Diplomat zu, das das Problem der Krim „kompliziert genug“ ist. Er sei begeistert von seinen Vorgängern, die die Einverleibung Estlands, Lettlands und Litauens durch die Sowjetunion nie anerkannt hätten, sagte Volker.

    „Der Sanktionsdruck auf Russland wird solange fortgesetzt, bis die Ukraine die Halbinsel Krim zurückerhalten hat. Das ‚Krimer‘ Paket der Anti-Russland-Sanktionen ist ein klares Signal. Die Invasion eines anderen Landes, die Eroberung seines Territoriums und dessen Annexion… sind einfach unzulässig. Wir sind nicht gewillt, das zu dulden“, betonte der Diplomat.

    Mehr als 90 Prozent der Krim-Bevölkerung hatten bei einem Referendum im März 2014 für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Im gleichen Monat unterschrieb Russlands Präsident Wladimir Putin ein entsprechendes Gesetz. Die meisten Länder des Westens erkennen die Zugehörigkeit der Krim zu Russland nicht an und bezeichnen die Resultate des Referendums als nicht legitim. Das war der Grund für die Verhängung von Sanktionen gegen Russland. Moskau besteht darauf, dass die Halbinsel auf legalem Weg in den Staatsverband Russlands aufgenommen wurde.

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    Estland, Lettland und Litauen gehörten gemäß dem Molotow-Ribbentrop-Nichtangriffspakt seit 1939 zur Einflusssphäre der Sowjetunion und wurden 1940 als Unionsrepubliken deren Bestandteil, bis sie sich 1991 losgelöst haben.

    Der Anschluss des Baltikums an die Sowjetunion wurde vom Westen 1945 in der Jalta-Konferenz de facto anerkannt. Einige Länder, darunter die USA, haben die Einverleibung der Republiken de jure nie anerkannt.

    Tags:
    Überzeugung, Übergabe, Kurt Walker, Krim, USA, Russland, Ukraine