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    Atomwaffen (Symbolbild)

    Russlands Verteidigungsamt verrät ausländische Methoden für Atomtest-Verheimlichung

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    Politik
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    Russland entwickelt neue Technologien für die Verfolgung von Nuklearexplosionen, da derzeit im Ausland Verfahren für die Verschleierung von Kernwaffentests entwickelt werden. Dies teilte der Chef des Speziellen Überwachungsdienstes des russischen Verteidigungsministeriums Oberst Igor Tokarew mit.

    Laut dem Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser, führen die Atommächte ausschließlich unterirdische Nukleartests durch. Tokarew zufolge sind solche Tests in technischer Hinsicht leichter zu verheimlichen und es würden in dieser Richtung ständig neue Entwicklungsarbeiten durchgeführt.

    Dafür würden unter anderem Atomsprengsätze mit niedrigerem Wirkungsgrad herangezogen, Nukleartests in den die Erdbebenwellen dämpfenden Gesteinen durchgeführt sowie die Atomsprengsätze tiefer gelegt. Dies ermögliche, radioaktive Ausstöße auf der Erdoberfläche auszuschließen.

    Darüber hinaus könnten Nukleartests in seismisch aktiven Regionen veranstaltet werden. In diesem Fall sei es sehr schwer, ihre Folgen von jenen eines Erbebens zu unterscheiden.       

    Das Russische Forschungsinstitut für spezielle Überwachung entwickle neue Methoden für das Monitoring von Nukleartests, so Tokarew.

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    Tags:
    Monitoring, Überwachung, Ausland, Technologien, Methoden, Atomtest, Verteidigungsministerium Russlands, Russland