02:49 23 September 2018
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    Siegel des US-Außenministeriums

    US-Diplomatie in der Krise: State Department fürchtet „Brain Drain” – Medien

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    Politik
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    Zahlreiche Mitglieder des US-Außenministeriums sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten. Nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen droht dem State Department erneut ein „Brain Drain”, schreibt die US-Fachzeitschrift „Foreign Policy“.

    Richard Johnson, stellvertretender Leiter der Abteilung für Implementierung des Iran-Deals, reichte demnach in dieser Woche seinen Rücktritt ein. In seinem Abschiedsbrief an seine Amtskollegen betonte er die große Bedeutung des Atomabkommens. Die Gründe für seinen Rücktritt wurden allerdings nicht genannt.

    „Ich bin stolz darauf, eine kleine Rolle bei dieser Arbeit gespielt zu haben. Besonders erfreut mich die außerordentliche Leistung bei der Umsetzung des Abkommens mit dem Iran. Es hat den Iran davon abgehalten, Atomwaffen zu entwickeln“, so Johnson.

    Johnsons Rücktritt verschärfe den Mangel an Atomexperten im US-Außenministerium und bringe ein breiteres Problem zum Vorschein, nämlich den Verlust von qualifizierten Fachkräften, betont „Foreign Policy”.

    Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass sich die USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran zurückziehen würden. Darüber hinaus hatte der amerikanische Staatschef erklärt, die USA würden alle Sanktionen gegen den Iran reaktivieren, die nach der Unterzeichnung des Abkommens aufgehoben worden waren.

    Die 5+1 Staaten (UN-Vetostaaten und Deutschland) sowie der Iran hatten 2015 ein historisches Abkommen über die Beilegung des jahrelangen Problems des iranischen Atomprogramms erzielt. Die Parteien hatte den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan – Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) – beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iran aufheben sollte.

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    Tags:
    Kräftemangel, Rücktritt, Atom-Deal, Atomabkommen, US-Außenministerium, Donald Trump, Iran, USA