22:57 20 November 2018
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    Der griechische Außenminister Nikos Kotzias und dessen Amtskollege von der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien Nikola Dimitrov (Archivbild)

    Namensstreit um Mazedonien: Athen und Skopje werden in Kürze verhandeln - Uno

    © REUTERS / Alexandros Avramidis
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    Der griechische Premier Alexis Tsipras und sein Amtskollege von der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien Zoran Zaev werden laut dem UN-Sonderbeauftragten für den Streit um den Namen Mazedonien, Matthew Nimetz, am 17. Mai in der bulgarischen Hauptstadt Sofia im Rahmen des UE-Westbalkan-Gipfels zusammentreffen.

    Nimetz gab seine Erklärung nach sechsstündigen Verhandlungen ab, die der griechische Außenminister Nikos Kotzias und dessen Amtskollege von Skopje Nikola Dimitrov in seiner Anwesenheit am Samstag in der Stadt Sounion unweit von Athen geführt hatten. Die beiden Ministerpräsidenten sollen das Problem des offiziellen Namens von Mazedonien besprochen  haben.

    Laut Nimetz waren die Vorbereitungsarbeiten für dieses Treffen „schwierig, intensiv und positiv". Das Treffen selbst bezeichnete er als „sehr ernsthaft".

    Griechenland tritt gegen das Wort „Mazedonien" im Namen seines nördlichen Nachbarlandes auf, damit dieses nicht mit der gleichnamigen nordgriechischen Region verwechselt wird. Athen wirft Skopje vor, eine Politik des Irredentismus zu betreiben und zu versuchen, die mit derselben Ethnie besiedelten Gebiete im Rahmen eines Staates wiederzuvereinigen.

    Die Haltung Griechenlands hatte zur Folge, dass das unter dem Namen „Republik Mazedonien" von 142 Staaten anerkannte Land in den internationalen Organisationen als „Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien" bezeichnet wird.

    Der seit fast dreißig Jahren andauernde Namensstreit verhindert den Nato-Beitritt von Mazedonien. Die Verhandlungen zu dessen Regelung sind in den letzten Monaten aktiver geworden, weil das nordatlantische Bündnis Mazedonien schon im Juli aufnehmen will.

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    Tags:
    Verhandlungen, Namensstreit, Uno, NATO, Nikos Kotzias, Zoran Zaev, Alexis Tsipras, Mazedonien, Griechenland