11:13 16 November 2018
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    Die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol (Archivbild)

    Die jüngste, aber die kampferfahrenste: Russische Schwarzmeerflotte wird 235

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    1964

    Die Schwarzmeerflotte ist heute 235 Jahre alt geworden. Im historischen Heimathafen Sewastopol (Krim) gab es zum Geburtstag eine Schiffsausstellung und ein Gala-Konzert. Der russische Sender Swesda hat unterdessen fünf Fakten über die jüngste, dabei aber kampferfahrenste Flotte Russlands zusammengestellt.

    Fünf Fakten über die jüngste, dabei aber kampferfahrenste Flotte Russlands.

    Russlands jüngste Flotte

    Die Schwarzmeerflotte wurde am 13. Mai 1783 auf Ukas der Zarin Katharina II. gegründet, nachdem das Russische Kaiserreich die Halbinsel Krim im Russisch-Türkischen Krieg erkämpft und eingegliedert hatte. Zuerst hatte sich Russland am 18. Mai 1703 die Baltische Flotte (Ostsee-Flotte) angelegt. Fast 30 Jahre später, am 21. Mai 1731, wurde die Pazifikflotte gegründet. Russlands drittälteste Flotte ist die am 1. Juni 1733 entstandene Nordflotte.

    Die kampferfahrenste Flotte

    Seit seiner Gründung konnte Sewastopol in mehreren Kriegen gegen türkische (osmanische), französische und deutsche Truppen verteidigt werden. Die Schwarzmeerflotte selbst war zweimal in ihrer Existenz bedroht: im Krimkrieg (1853-1856) und während des Russischen Bürgerkrieges (1917-1922). Im Großen Vaterländischen Krieg gegen Hitler-Deutschland (1941-1945) beteiligte sich die Schwarzmeerflotte an Verteidigungs- und Befreiungsoperationen in Odessa, Sewastopol, Feodissija, Noworossijsk und im Kaukasus und versenkte 835 feindliche Schiffe.

    Teilung mit der Ukraine

    Als die Krim und Sewastopol nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 an die unabhängig gewordene Ukraine fielen, kam es zu einem Streit über den Status der Schwarzmeerflotte. Nach langwierigen Verhandlungen wurde eine Aufteilung der Flotte vereinbart. Die Ukraine bekam 67 Kriegs-, Spezial- und Versorgungsschiffe sowie 90 Kampfflugzeuge und ein U-Boot. Russland behielt 338 Schiffe und 106 Flugzeuge, musste jedoch den Stützpunkt Sewastopol bis zum Wieder-Beitritt der Krim im Jahre 2014 von der Ukraine mieten.

    Syrien-Krieg

    Schiffe der Schwarzmeerflotte haben in den vergangenen Jahren an den Operationen gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS)* in Syrien teilgenommen. Raketenboote „Seljony Dol“ und „Serpuchow“ griffen die Stellungen der Islamisten mit präzisen Kalibr-Marschflugkörpern an.

    Tradition des Mittagsschusses

    Im Oktober 2016 wurde in der ehemaligen Seefestung Sewastopol eine alte Tradition wiederbelebt: Jeden Tag um Punkt zwölf Uhr wird auf dem Gelände der historischen Küstenschutzbatterie 2 eine Kanone abgefeuert.

    * Die Terrormiliz IS ist in Russland verboten.

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    Tags:
    Schwarzmeerflotte, Sewastopol, Krim, Russland